Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes e.V. - Titelgrafik
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PRESSE

Hier finden Sie Zeitungsartikel über Konzerte und Aktivitäten des Jugendchores:

Jugendchor war zu Gast

Konzert
Abwechselnd mit Organist Harald Bäumler verzauberte er Zuhörer in der Wallfahrtskirche

Habsberg.

Der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes hat in der Wallfahrtskirche "Maria, Heil der Kranken" am Habsberg ein Konzert gegeben. Damit hat für den überregionalen, von der Bayerischen Staatsregierung geförderten Chor mit Jugendlichen aus Franken - vor allem aber der nördlichen Oberpfalz - die jährliche Probenwoche gestartet. Dabei werden neue Chorwerke erarbeitet und die Gemeinschaft intensiv gelebt.  

Von Archimandrit Dr. Andreas-A. Thiermeyer begrüßt zogen die Jugendlichen mit "Santo, Santo", einem argentinischen Liede, in die Kirche ein und verzauberten die Zuhörer über eine Stunde lang mit ihrem anspruchsvollen Programm.  

Der Jugendchor spann seinen Bogen von schlichten, kraftvollen Sätzen von Tobler oder Reger zu schwierigen, klangvollen Schöpfungen von Hauptmann oder Rossini, die von großer klanglicher Homogenität getragen waren. Werke, die nach subtiler, expressiver Dynamik und unendlichen Atemvermögen verlangen - wie das "Ave verum" von Gounod oder "Send for thy light" von Balakirev - ließen die Zeit stillstehen.

Mit "Crucifigatur" von György Deák-Bardos oder "I will praise Thee" von Knut Nystedt wurde moderne Chorliteratur mit spielerisch anmutender Leichtigkeit gemeistert. Der letzte Teil des Konzertes war den Spirituals vorbehalten. "Little David" von Jozsef Karai mit Solotenor Christoph Baierl, "All my Trials" in einer Fassung von Norman Luboff sowie "Deep River" von Harry Thacker Burleigh verströmten tiefe religiöse Inbrunst und Intensität.  

Die Chorblöcke wechselten sich ab mit Orgelwerken, zum Beispiel der "Toccata in C" sowie der "Aria Sebaldina" von Johann Pachelbel - virtuos gespielt von Harald Bäumler an der Orgel. Mit seiner abwechslungsreichen Registrierung entlockte er dem Instrument vor allem im "Psalm Prelude" von Andrew Fletcher zahlreiche Klangfarben. Mit "Ride on, King Jesus", einem packenden, klangvollen Spiritual und der Zugabe "Du lässt den Tag, o Gott, nun enden" endete das Konzert.

Neumarkter Tagblatt, 21./22. April 2011 

 


 
Mit leuchtenden Stimmen gesegnet

 

Kirchenkonzert der Extraklasse: Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes überzeugt in Rothenstadt

Rothenstadt. (rdo) Die Stunde voller Kirchenmusik verging viel zu schnell: Das Konzert des Jugendchores des Fränkischen Sängerbundes in der Kirche St. Marien in Rothenstadt geriet zum unvergesslichen Erlebnis. Unter Leitung von Karl Heinz Malzer und Michaela Treese bot das Ensemble Chormusik auf höchstem Niveau. Unter der Leitung von Karl Heinz Malzer glänzte der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes mit farbenreicher und differenzierter Klanggestaltung und ausgezeichneter Intonation. Das begeisterte Publikum dankte mit stehenden Ovationen.

Zu Beginn zog der Chor mit dem feierlichen "Santo Santo" ein. Klar gezeichnete Bassstimmen, gepaart mit strahlendem, nie stählernem tenoralem Glanz erklangen in perfekter Balance mit den leuchtenden Sopranen und den samtweichen Altstimmen. Den Blick immer fest zum Dirigenten gerichtet, meisterte der 40-köpfige Jugendchor die anspruchsvollen Chorwerke souverän. Das Werk "Herr, ich schrei zu dir" von Moritz Hauptmann interpretierte er unter dem Dirigat von Michaela Treese mit überzeugender Ausstrahlung und gestalterischer Kraft. Jedes einzelne Wort artikulierten die Chorsänger genau. Überhaupt muss die Textverständlichkeit - deutsch, lateinisch, englisch - während des gesamten Konzertes als überragend bezeichnet werden. Hier manifestierte sich die Arbeit der Stimmbildner Manuela Spitzkopf und Martin Popp. 

Erfreut hat auch Malzers Liedauswahl von chorisch nicht sehr bekannten, aber musikalisch ausdrucksstarken Werken. Darunter wenig bekannte Komponisten wie Heinrich Tobler, Percy Jackman, Mily Balakirew, aber auch Cherubini, Rossini, Gounod und Spiritualbearbeiter Thacker Burleigh. Zwei Marienlieder von Max Reger gehörten ferner zum Repertoire. In spielerischer Leichtigkeit und formschönen Bögen erklangen "Maria, Himmelsfreud" und "O Maria, sei gegrüßt" in der Rothenstädter Pfarrkirche, die auch der Heiligen Mutter Gottes geweiht ist. 

Gänsehaut bei Spirituals

Gänsehaut-Feeling erzeugten die Spirituals "All My Trials" von Norman Luboff und "Deep River" von Harry Thacker Burleigh. Im Satz "Little David" von József Karai war die Geschichte des kleinen Hirtenjungen Davids, der Goliath getötet hat, fast schon greifbar, wozu auch der "erzählende" Tenorsolist Christoph Baierl beitrug. Organist Harald Bäumler demonstrierte sein ausgezeichnetes Können mit Werken von George Saint-George, Dietrich Buxtehude und Louis James Alfred Lefébury-Wely, die er in gut durchdachter Registration und klaren Tempi interpretierte. 

Die zahlreichen Besucher zeigten ihre Begeisterung durch lang anhaltende stehende Ovationen. "Du lässt, o Herr, den Tag nun enden und breitest Dunkel übers Land. Wir waren heut in deinen Händen, nimm uns auch jetzt in deine Hand", hieß es in einer Textzeile der Zugabe, mit der die jungen Sänger die Besucher in die Nacht entließen.

ROTHENSTADT - Von (rdo)   Der Neue Tag 19.01.2011    


Stehende Ovationen für junge Sänger 

Nachwuchschor des Fränkischen Sängerbundes singt in Pleystein 1131 Euro für "Lichtblicke" ein

Pleystein. (bey) Ein Chorkonzert auf hohem Niveau erlebten rund 400 Besucher am Sonntagnachmittag in der Stadtpfarrkirche St. Sigismund. Der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes sang zugunsten der NT-Hilfsaktion "Lichtblicke".

Dem Leiter des Chores, Karl-Heinz Malzer, ein gebürtiger Pleysteiner, gelang es in Perfektion, die Stimmen der 25 jungen Sängerinnen und 17 Sänger zu einem grandiosen Klangkörper zu verbinden. Die begeisterten Besucher dankten am Ende nach mehreren Zugaben mit stehenden Ovationen für einen musikalischen Genuss der Sonderklasse. 

Gänsehaut-Feeling

Für die "Lichtblicke" wurden in den Sammelkörbchen 1081,70 Euro gezählt. Bürgermeister Johann Walbrunn und Landrat Simon Wittmann stockten um 30 Euro auf, um eine schöne runde "Schnapszahl" zu erreichen. Aber ein junges Chormitglied legte nochmals weitere 20 Euro dazu, so dass es zum Schluss 1131,70 Euro waren, die "Lichtblicke" gerade in der Vorweihnachtszeit die Erfüllung der Aufgaben erheblich erleichtern. 

Das Konzert begann mit einer Überraschung. Der Chor betrat vom Ausgang her, verteilt in zwei Reihen, über die beiden seitlichen Kirchenschiffe das Gotteshaus, um sich dann vor dem Altar zu vereinen. Während des Einzugs sang der Chor a capella "Santo Santo", in der Lautstärke ansteigend. Dieser Klang allein schon sorgte für regelrechtes Gänsehaut-Feeling. Landrat Simon Wittmann, der seine erkrankte Ehefrau und Schirmherrin der Aktion "Lichtblicke" vertrat, bezeichnete das von jungen Menschen präsentierte Konzert als Zeichen dafür, dass immer noch große Bereitschaft bestehe, künstlerisches Können mit dem Sammeln von Geld für die Hilfe anderer Menschen zu verbinden. Die Aktion "Lichtblicke" sei gerade in der Weihnachtszeit gefordert, Freude zu bereiten. 

Attraktives Programm

Der Jugendchor sang Kirchenmusik zeitgenössischer Komponisten, Orgelstücke und Solistenvorträge bereicherten das über einstündige Programm. Zu Beginn hatte die Chorleitung Michaela Treese übernommen. 

Der Jugendchor, der im wahrsten Sinne musikalisch von Malzer und der von ihm ausgehenden Faszination lebt, gefiel vor allem durch die absolute Deutlichkeit in seinem Gesang und Ausdruck. Jede Sängerin, jeder Sänger ist für sich allein schon ein Solist. In der Gesamtheit ergibt sich ein Ensemble, das deutliche positive und differenzierende Akzente in diesem Musiksegment setzt. 

PLEYSTEIN Von (bey) Der Neue Tag 16.11.2010

 


Eine Wucht, dieser Chor

Jugendliche des Fränkischen Sängerbunds glänzen bei Konzert in St. Ulrich

Wilchenreuth. (pap) Einen weiteren Höhepunkt zur Erinnerung an die Grundsteinlegung der Ulrichskirche vor 100 Jahren war das Festkonzert des Großen Jugendchores des Fränkischen Sängerbunds. Die 27 Frauen und 17 Männer zwischen 13 und 28 Jahren traten trotz ihres jungen Alters bereits äußerst versiert auf.

Mit Sabrina Dürckheim aus Wilchenreuth, Julia Käs und Stefan Landgraf aus Edeldorf sang auch ein Trio aus der Gemeinde Theisseil mit. Das Ensemble war von Chorleiter Karl- Heinz Malzer bestens eingestellt. Schon beim Einzug jedes Einzelnen in die Kirche mit "Santo, Santo" aus Argentinien konnten die vielen Besucher spüren und hören, wie gut die jeweiligen Stimmen sind. Am Altar vereinigten sie sich schließlich zu einem voluminösen Chor. 

Mit einer inbrünstigen Leidenschaft auf höchsten Niveau sangen die jungen Leute Lieder wie "Herr, ich schrei zu dir" von Moritz Hauptmann, "Ave verum" von Charles Gounod, "Maria, Himmelsfreud" von Max Reger oder das "Ave Maria" von Camille Saint-Seans als Duett mit Sopranistin Julia Wagner und Evi Portner (Alt). Auch bei Internationalem wie "I will praise thee, o Lord" von Knut Nystedt, "All My Trials" von Norman Luboff, oder"Ride on King Jesus" von Edward Boatner zeigte der Jugendchor sein ganzes stimmliches Potenzial. 

 

Was in der Wilchenreuther Orgel steckt, offenbarte Tobias Kerscher, der Werke von Josef Haydn oder Josef Rheinberger zum Besten gab. 

 

Mit dem Schlusslied "Du lässt, o Herr, den Tag nun enden" und einen lang anhaltenden Applaus endete ein Konzert der Superlative. 

(Der Neue Tag, Wilchenreuth, 20. Oktober 2010; pap)


Magie im Spiel

Nordgautag: Festliches Konzert mit Oberpfälzer Komponisten

Amberg. (Marielouise Scharf) Welche kulturellen Höhepunkte so ein Nordgautag doch für die Besucher bereit hält - und das meist zum Nulltarif. Da ist es gar nicht so leicht, sich zu entscheiden: Konzerte hier, Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen da. Jedenfalls waren die Besucher des Chorkonzerts am Samstagabend im Kongregationssaal mehr als begeistert. Die Beifallsbekundungen für dieses überaus gelungene, mitreißende festliche Konzert mit Werken von Oberpfälzer Komponisten wollten nach knapp zwei Stunden kein Ende nehmen.

Mit besonderer Inspiration

Dabei waren sie alle geschafft, die Sängerinnen und Sänger, die Musikerinnen und Musiker und vor allem der fantastische musikalische Leiter Karl-Heinz Malzer. Wie ein großer Magier zauberte er mit seinem stimmlich hervorragend geschulten Gemeinschaftschor (Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes und Mixtura Cantorum) Musik vom Feinsten. Das Besondere war nicht allein die Präzision, die fantastische Sprachbeherrschung, die Musikalität - diese Eigenschaften kann man auch anderen Chören bescheinigen. Nein, das Besondere war die Inspiration, mit der die alten Meister wie Georg Forster, Caspar Othmayr und Andreas Raselius genauso frisch und jung gesungen wurden, wie ein Max Reger oder, ganz besonders beeindruckend, Franz Biebl. Das siebenstimmige "Ave Maria - Angelus Domini" mit dem feierlichen Amen am Ende, das ging schon unter die Haut. Das Erfolgsrezept von Maestro Malzer: Mit großen Gesten zu großer Leistung, mit Feingefühl zu feinen Nuancen, mit Temperament zu temporeichen Passagen.

Bisher unveröffentlicht

So agierte er auch bei der Re-Uraufführung nach etwa 200 Jahren, der "Missa solennis in Es" von Franz Gleißner. Mixtura Cantorum erarbeitete zusammen mit dem Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes diese bisher unveröffentlichte Messe des Oberpfälzer Komponisten Franz Gleißner (1761-1818). Der musikalische Leiter dieses Projekts, Karl-Heinz Malzer, der sich schon seit seinem Studium mit Gleißner auseinandersetzt, stieß in verschiedenen Archiven auf die Aufzeichnungen.

Nicht nur Komponist und Hofmusiker am Münchner Hof, auch Sänger und Verfasser eines Mozartverzeichnisses und Miterfinder des lithographischen Notendrucks war der 1761 in Neustadt an der Waldnaab geborene Gleißner.

60-köpfiger Chor

Nun wurde mit sensiblem Gespür die Musik ausgelotet und mit Elan und Herz ein feiner Orchesterklang gezaubert. Die äußerst engagierten Musiker der Orchestergemeinschaft der Berufsfachschule für Musik und der Volkshochschule Amberg-Sulzbach (Leitung Dieter Müller) begeisterten bei diesem Konzertereignis auf hohem Niveau. Die Aufführung lebte von der ungeheuren Spannung, die vom ersten bis zum letzten Ton durchgehalten wurde. Der mehr als 60-köpfige Chor, das Orchester mit Violinen, Bratschen, Celli und Kontrabässen, mit Hörnern und Continuo-Orgel (Tobias Kerscher) und natürlich die Solisten: Manuela Spitzkopf (Sopran), Susanne Zippe (Alt), Stefan Grünfelder (Tenor) und Martin Popp (Bass) trafen sich zu einem großen Auftritt. Sauber, sicher und souverän setzten sie die passenden Akzente. Federnde Leichtigkeit und beinahe fröhliche Rhythmen wechselten mit ernsten Choralklängen und archaischen Tonformationen. Ein liturgisches Werk, das vom Kyrie bis zum Agnus Dei ein sehr individueller, musikalischer Lobpreis der göttlichen Herrlichkeit wurde. Vom allerersten Moment an waren alle Mitwirkenden präsent und konzentriert. Das Zusammenspiel lief harmonisch, die Interpretation perfekt, die dramaturgische Gestaltung kam voll zur Geltung. So entstand ein in sich stimmiges Konzert, das mit Begeisterung aufgenommen wurde.

Der Neue Tag, 16. Juni 2009

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

Glänzende Perle vom Staub befreit

 Stehende Ovationen für die glanzvolle Wiederaufführung von
Franz Gleißners Missa solennis Es-Dur

Neustadt/WN. (Andrea Prölß) "Einen Mann von Kenntnis und wahrem musikalischen Gefühle", den wünschte sich Franz Gleißner 1793 für die Aufführung seiner Messen. Und den hat er gut 200 Jahre später in Karl-Heinz Malzer auch gefunden. Gleißners leichtgängige Musik und Malzers gewichtige Chorerfahrung vereinten sich am Sonntagnachmittag zu einem rundum gelungenen, stimmigen Konzerterlebnis.

Mehr noch. An historischer Stätte, in der voll besetzten Pfarrkirche von Neustadt/WN, wo Franz Gleißner am 6. April 1761 getauft wurde, wurde nicht nur dessen Missa solennis Es-Dur wiederaufgeführt. Es wurde dem Publikum auch in beeindruckender Weise vor Augen geführt, welchen "guten Fang" man mit diesem namhaften Sohn der Stadt gemacht hat. Anders als die schwer vermittelbare Musik Max Regers, musikalisches Aushängeschild der Stadt Weiden, zeigt sich die Musik des Mozart-Zeitgenossen Gleißner als äußerst werbewirksam.

Frisch und lebendig

"Leicht und geschmackvoll", lobte die Presse zu Gleißners Lebzeiten. Selbige Attribute treffen auch für die von Malzer wiederentdeckte Missa solennis Es-Dur zu. Leicht im allerbesten Sinne von "frisch" und "lebendig" kam diese beim Publikum an. Auch wenn es dem historisch informierten Musikfreund beim Anblick des gewaltigen Chorapparats die Sprache verschlagen würde.

Es zeugt von Malzers "Kenntnis und musikalischem Gefühle", dass er die 100-köpfige Chorvereinigung von Kirchenchor St. Georg sowie Jugendchor und Mixtura Cantorum (zwei Chöre des Fränkischen Sängerbundes) zu einem wunderbar homogenen Ganzen vereinigte. Welch gut geschultes Sängerpotenzial ihm dabei zur Verfügung stand, demonstrierten die Chöre zu Konzertbeginn mit A-cappella-Chorsätzen von Andreas Raselius, Johann August Södermann, Max Reger und Camille Saint-Saëns. Einen ersten Höhepunkt setzte man dabei mit Franz Biebls siebenstimmigem "Ave Maria", dessen anrührend neoromantische, klangprächtige Tonsprache Franz Gleißner beinahe die Schau gestohlen hätte.

Dennoch: Mittelpunkt des Interesses war die spannungsvoll erwartete "Wieder-Uraufführung" von Gleißners Missa solennis Es-Dur für Chor und Orchester. Natürlich muss die Musikgeschichte mit deren Wiederentdeckung nicht neu geschrieben werden, natürlich fehlen die Mozart'schen Genie-Blitze.

Aber herrlich pulsierende Tutti-Streicherfiguren, kunstvoll geführte Chor-Fugati, dramatische Stimmungswechsel und ein bezauberndes Sopran-Alt-Duo im Benedictus "adeln" Gleißner als einen mit "allen Wassern gewaschenen" Komponisten seiner Zeit. Durchaus angebracht waren am Ende die stehenden Ovationen der mehr als 400 Besucher.

Ein wohlverdientes Dankeschön ging an Dirigent und Organisator Karl-Heinz Malzer, Chorsänger, Orchester (Berufsfachschule Sulzbach-Rosenberg und VHS Amberg), an die Solisten Susanne Zippe (Alt), Stefan Grünfelder (Tenor) und Martin Popp (Bass) - und an Sopranistin Manuela Spitzkopf, die trotz schwerer Erkältung mit heller und klarer Stimme Gleißners Missa solennis strahlende Glanzlichter aufsetzte.

Der Neue Tag, 16. Juni 2009

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

 
Und wer war Franz Gleißner?
Oberpfälzer Komponisten in Amberg

Amberg. (Thomas Göttinger, MZ) Schon mal was von Caspar Othmayr gehört? Von Georg Forster, Johann Knöfel oder Franz Gleißner? Andreas Raselius kennt man immerhin, seiner Regensburger Stadtchronik wegen. Zur Not auch den 2001 verstorbenen Franz Biebl. Und auf jeden Fall den großen Max Reger. Sie alle sind Oberpfälzer Komponisten oder haben zumindest einen starken Bezug zur Oberpfalz. Und sie alle waren am Wochenende Teil des 38. Bayerischen Nordgautages in Amberg. Auf den Programmzetteln jedenfalls.

In zwei Konzerten widmete man sich den zum Teil weitgehend in Vergessenheit geratenen Namen. Der Höhepunkt dabei: Die Re-Uraufführung nach rund 200 Jahren von Franz Gleißners „Missa Solennis in Es“ – passenderweise im mit Hochaltar und Kanzel bestückten Kongregationssaal des ehemaligen Jesuitenkomplexes.
 Gleißner war 1761 in Neustadt an der Waldnaab zur Welt gekommen und hatte sich zunächst als Militärmusiker im Regiment des Herzogs Maximilian von Zweibrücken sowie als Kontrabassist in der Münchner Hofkapelle einen Namen gemacht. Berühmt wurde er aber, weil er Alois Senefelder bei der Entwicklung der Musiklithografie unterstütze. Gleißners „Feldmarsch der Churpfalzbayer’schen Truppen“ war 1796 der erste Druck dieser Art überhaupt. Ebenfalls interessant: Das thematische Verzeichnis von Mozarts Werken, das er nach 1799 erstellte, sollte eine der Grundlagen für das Köchelverzeichnis werden.

Noch später, wahrscheinlich um 1809 herum, ist Gleißners Messe in Es entstanden, die der aus Pleystein stammende Dirigent und Musiklehrer Karl-Heinz Malzer nun zusammen mit seiner „Mixtura Cantorum“, dem Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes und der Orchestergemeinschaft der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg wieder ausgegraben hat. Ein ganz in seiner Zeit verhaftetes Werk, sicher, aber vom imposanten Chor mit derartiger Klarheit und farblichem wie dynamischem Facettenreichtum dargeboten, dass man sich für diesen Franz Gleißner durchaus erwärmen konnte.

Mittelbayerische Zeitung, 14. Juni 2009

Übernommen von www.mittelbayerische.de

Klare Stimmen und saubere Töne

Benefizkonzert des Jugendchors des Fränkischen Sängerbundes in der Stadtpfarrkirche

Tirschenreuth. (heb) Der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes e.V. gab am Samstagnachmittag ein beeindruckendes Benefizkonzert in der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt. Unter Leitung von Michaela Treese und Karl-Heinz Malzer bot der gemischte Chor ein sehr abwechslungsreiches Programm aus verschiedenen Jahrhunderten. An der Orgel zeigte Tobias Kerscher sein Können. 


Der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes führt im Jahresrhythmus verschiedene Probenwochenenden und eine komplette Probenwoche durch. Dabei treffen sich Jugendliche aus Unter-, Mittel- und Oberfranken sowie der nördlichen Oberpfalz zum gemeinsamen Singen und Arbeiten. Die beachtlichen Ergebnisse dieser gemeinsamen Probenarbeit werden dann der Öffentlichkeit vorgestellt.

Am Samstag brillierte der Jugendchor mit einem ausgefeilten und wunderbar vorgetragenem Programm. Schon der Einzug des Chores mit dem bekannten "Santo, Santo" eines anonymen Komponisten aus Argentinien überraschte die Zuhörer. Geteilt in zwei Gruppen zogen die Sänger und Sängerinnen nacheinander einzeln entlang den beiden Seiten des Kirchenschiffes zum Altar. Die Stimmen, vom Eingang nach vorne zum Altarraum klingend und langsam anschwellend, vereinigten sich vor dem Altar und verbreiteten eine wundervolle festliche Atmosphäre. Auch die klaren Stimmen und sauberen Töne der nachfolgenden Stücke zeigten das große Potenzial des Nachwuchschores. Nur schade, dass nicht mehr Zuhörer den Weg zu diesem phantastischem Konzert gefunden hatten.

Der Neue Tag, 28. Oktober 2008

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

Spannung und stehende Ovationen

Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes bietet in St. Emmeram eine Sternstunde des Gesangs

Windischeschenbach. (ab) Diesen Abend werden die über 150 Besucher nicht so schnell vergessen. Sie waren der Einladung zum Kirchenkonzert in die Stadtpfarrkirche St. Emmeram gefolgt, in der der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes eine Sternstunde des Gesangs bot.

Über 30 junge Sänger aus Unter-, Mittel- und Oberfranken und aus der nördlichen Oberpfalz präsentierten ein geistliches Konzert mit einem äußerst anspruchsvollen Repertoire an bekannten und berühmten Chorwerken. Schließlich setzten Tobias Kerscher an der Orgel und Roland Assion (Trompete) mit berühmten Instrumentalkompositionen dem Konzert die Krone auf. Eineinhalb Stunden, in denen die Zuhörer die Seele baumeln lassen konnten und der Chor sich über stehende Ovationen freuen durfte.

Allein schon der Einzug der Sänger in das Gotteshaus ließ die Spannung steigen. Unter den Dirigenten Karl-Heinz Malzer und Michaela Treese bot der Jugendchor Chorgesang auf höchstem Niveau. Ob das "Ave verum" von Charles Gounod, das "Maria, Himmelsfreud" von Max Reger, oder die flott und mitreißend gesungenen Lieder "Poor man Lazarus" von Jester Hairston, "Deep River" von Harry Thacker und "I Want To Go To Heaven" - mit kraftvollen Stimmen und äußerster Sicherheit meisterten die Sänger ihre Aufgaben.

Zwischen den Chorwerken immer wieder die ausfüllende und getragene Orgelmusik von Tobias Kerscher, teilweise auch von Roland Assion auf der Trompete begleitet. Besonders beeindruckend dabei das "Trumpet Voluntary" von John Stanley, und die "Orgel-Fantasie" aus "Hommage Frescobaldi" von Jean Langlais. Eine so außerordentliche Gemeinschaftsleistung, wie sie der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes erbringt, kann nur durch langfristige und ausdauernde Arbeit erreicht werden. Das bedarf aber auch entsprechenden Finanzen.

Die Arbeit des Chores wird deshalb von einem Förderverein unterstützt. So soll ermöglicht werden, dass jungen und talentierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Zugang zur Chormusik nicht schon aus finanziellen Gründen verwehrt bleibt. Deshalb gründeten am 18. März ehemalige und aktive Sänger einen Förderverein, den jeder mit einem Jahresbeitrag, mit einer regelmäßige Spende oder mit einem einmaligen Obolus unterstützten kann.

Der Neue Tag, 13. Juni 2008

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

 Tragik und Zuversicht klingen noch lange nach

Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes e.V. und Organist Tobias Kerscher gastieren in Vohenstrauß

Vorhenstrauß. (Christine Walbert) "Vernimm meine Stimme und höre, wenn ich dich anrufe", sang der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes am Samstagabend bei seinem Konzert in der Katholischen Stadtpfarrkirche. Die wohklingenden Rufe an Gott werden beim Adressaten ohne Zweifel angekommen sein. Gefangen und berührt waren aber vor allem die Zeugen des Lobgesangs in der Kirche. 


Der Auftritt des Jugendchors in Vohenstrauß auf Einladung der Volkshochschule Vohenstrauß muss in vielerlei Hinsicht als herausragend bezeichnet werden. Die jungen Sänger demonstrierten voller Hingabe, was es heißt, wichtiger Teil einer funktionierenden Chorgemeinschaft zu sein. Lupenreine Akkorde, zielsichere Lautstärken- und Tempowechsel und eine strahlende Klangfarbe sind nämlich nur möglich, wenn sich der Einzelne voll und ganz in den Dienst der gemeinsamen Sache stellt.

Große Konzentration
Den Blick immer fest auf den Dirigenten Karl-Heinz Malzer gerichtet, interpretierten die Vokalisten selbst anspruchvolle Passagen mit großer Konzentration und Souveränität.

Die Betonung liegt auf Interpretation: Ausdruck und schöner Klang machen das Werk noch nicht perfekt. Text und Musik miteinander in Einklang zu bringen, das ist die große Kunst. Hier trennt sich auch im Bereich der Chormusik die Spreu vom Weizen.

In dem Spiritual "All my trials" von Norman Luboff heißt es (übersetzt): "Alle meine Qualen, Herr, werden bald vorüber sein." Die ganze Tragik und Zuversicht, die das Stück ausstrahlt, sind nicht leicht zu vermitteln. Mit guter Technik allein ist die Aufgabe nicht zu erfüllen. Das Publikum hielt jedoch den Atem an, als die jungen Sänger vom Sterben und der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod erzählten. Die Geschichte war fast greifbar.

Dieses Lied war gleichzeitig das Glanzstück in dem mehrere Musikepochen umfassenden Programm. Die Gemeinschaft sang Werke von folgenden Komponisten: Max Reger, Adriano Banchieri, Guillaume Bouzignac, Johann Joseph Fux, Moritz Hauptmann, Johan August Söderman, Jester Hairston Jozsef Karai, Edward Boatner und Franz Biebl.

Erfahrener Mann
Neben den sehr guten Einzelstimmen sind zwei weitere Aspekte erwähnenswert. Die Stimmgruppen sind sich qualitativ und quantitativ ebenbürtig, Bass und Tenor sind nicht - wie heutzutage üblich - nur sporadisch besetzt. Und was noch wichtiger ist: mit Karl-Heinz Malzer hat der Jugendchor einen erfahrenen Mann auf dem Dirigentenpult. Er reagiert blitzschnell, lenkt die Stimmen, bremst und fordert seine Leute zur rechten Zeit.

Organist Tobias Kerscher demonstrierte sein Können mit Werken von Sebastian Anton Scherer, Valentin Rathgeber, Joseph Haydn und Aivars Kalejs.

Der Konzertabend war mehr nur als eine vortreffliche Präsentation der Arbeitsergebnisse von Probenwochenenden der jugendlichen Sänger. Es handelte sich vielmehr um ein leidenschaftliches Plädoyer für die Chormusik.


Der Neue Tag, 31. Oktober 2007

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

Klang aus dem unbändigen Willen

Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes feiert 25-jähriges Bestehen - Karl-Heinz Malzer die Seele

Pleystein. (tu) 25 Jahre ist es her: Im Januar 1981 trafen sich die Jugendreferenten des Fränkischen Sängerbundes, Karl-Heinz und Renate Malzer aus Altenstadt/WN, sowie Jugendliche verschiedenen Alters zur ersten Sing- und Musizierwoche in der Musikakademie Hammelburg. Die Teilnehmer aus den drei fränkischen Regierungsbezirken und aus der Oberpfalz erlebten eine intensive Woche im Geist der musikalischen Erziehung. 
Diese Tage hinterließen bei den Beteiligten einen so positiven Eindruck, dass sich aus dieser ersten Singwoche der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes entwickelte. So wuchs die Zahl der Mitglieder auf bis über 100 Akteure, wobei sich eine feste Stammgröße von etwa 70 Sängern etablierte.

Konzert der Spitzenklasse:
Am Samstag feierte die Chorgemeinschaft in Pleystein, dem Geburtsort von Malzer, mit einem Kirchenkonzert der Spitzenklasse und mit einem Ehrenabend ihr 25-jähriges Bestehen. Bürgermeister Johann Walbrunn begrüßte im Zottbachhaus rund 90 Mitglieder des Jugendchores, darunter fünf Pleysteiner und ein Waldthurner, "Mixtura Cantorum", das Ehepaar Malzer, einige Eltern sowie auch Spitzenfunktionäre des Fränkischen Sängerbundes.

Er würdigte die vorbildlichen Leistungen, die sich Malzer seit der Gründung erworben hat. "Wir haben soeben in unserer Pfarrkirche eine Sternstunde des Gesangs und der Musik sowie einen kulturellen Kunstgenuss erlebt."

Walbrunn überreichte an Malzer einen Bierkrug und eine Festschrift, an Gattin Renate als nachträgliches Geburtstagsgeschenk eine Rose und den Pleysteiner Bildband. Peter Jacobi aus Coburg, Präsident des Fränkischen Sängerbundes, betonte, dass sich der Jugendchor als überregionales Ensemble weit über die Grenzen der Oberpfalz und Frankens hinaus einen Namen gemacht und beachtenswerte Erfolge erzielen konnte.

"Gründer, Mentor und Seele dieses Jubelchores ist zweifelsohne sein Chef, unser Bundeschorleiter Karl-Heinz Malzer. Er hat es verstanden, die jungen Damen und Herren zu einem Klangkörper zu formen." Hier würden Leistungsstreben mit kameradschaftlichem Umgang gepaart, schöpferische Kräfte freigesetzt und Charakterbildung betrieben, Disziplin und emotionaler Überschwang in Harmonie zueinander gebracht, "kurzum: vollkommener Chorklang aus dem unbändigen Willen erzeugt".

Das sei das Werk von Karl-Heinz Malzer, der zusammen mit seiner Gattin und mit seinem Assistenten Christian Preißler auf diese Weise einen Chor von seltener Homogenität und Singkunst geschaffen habe.

Fester Bestandteil:
Höhepunkt war die Verabschiedung von Renate Malzer als Sängerin und Betreuerin. Sie war seit 25 Jahren fester Bestandteil des Chores und hat die Gründung zusammen mit ihrem Mann maßgeblich in die Wege geleitet. "Mit vollem Einsatz haben Sie seitdem den Chor als Aktive und als Mitorganisatorin mitgetragen und begleitet. In hektischen Proben waren Sie stets der ruhende Pol," so eine Sprecherin des Jugendchores.

Karl-Heinz Malzer ließ die Höhepunkte seit der Gründung im Abriss Revue passieren. "Viele aus unseren Reihen sind inzwischen Opernsänger, Kirchen- und Schulmusiker, Lehrer aller Sparten, Mediziner, Apotheker, Juristen, Beamte, Angestellte und Arbeiter geworden. Sie sind über ganz Deutschland und im Ausland verstreut und nehmen zu den Proben und Seminaren lange Anfahrtswege in Kauf. Sie nehmen oft viele Opfer auf sich, um dabei sein zu können".

Der künstlerisch verantwortliche Leiter dankte Präsident Jacobi, der Stadt Pleystein, den Chormitgliedern, den Sponsoren und den Kuchenspenderinnen aus Pleystein.


Der Neue Tag, 25. Oktober 2006

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

Liebe zur Musik das gemeinsame Band

Jugendchor des Fränkischen Sängerbunds und "Mixtura Cantorum"
begeistern rund 350 Zuhörer in Stadtkirche

Pleystein. (tu) In den Genuss eines Konzerts der Spitzenklasse kamen am Samstag in der Pfarrkirche rund 350 begeisterte Besucher bei den Jubiläen "25 Jahre Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes" und "675 Jahre Stadterhebung Pleystein". Insgesamt 90 junge Vokalisten präsentierten eineinhalb Stunden unter der Stabführung von Karl-Heinz Malzer und seines Assistenten Christian Preißler ein Programm mit hohem Niveau.

Klare Stimmen:
Das gemeinsame Band, das die jungen Sänger aus Franken und der Oberpfalz fesselt, ist die Liebe zur Musik. Dies war schon beim argentinischen Einzugslied "Santo, Santo" deutlich zu spüren. Die 50 Aktiven des Jugendchors ließen eine stilistisch überaus vielseitige, vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichende Programmfolge erklingen. Die klaren Stimmen brachten andachtsvoll "Cantate Domino" von Vytautas Miskinis und flott den Satz "Poor man Lazarus" von Jester Hairstone zu Gehör.

Die sensibel geformten Melodie- und meisterlich weit geschwungenen Spannungsbögen kamen auch beim melancholisch-verträumten "Deep River" von Harry Thacker Burleigh und beim "Ride on King Jesus" von Edward Boatner zum Ausdruck. Im Anschluss ertönte "Toccata in G" von Theodore Dubois, hervorragend gespielt von Organist Tobias Kerscher.

Den zweiten Part gestaltete die Chorgemeinschaft "Mixtura Cantorum", die sich aus 40 ehemaligen Mitgliedern des Jugendchors zusammensetzt. Schon der fulminante Auftakt mit "Musica grata Deo" von Jakob Handl unterstrich den hohen Leistungsstand dieses Vokalensembles.

Nach dem getragenen Psalm 13, Vers 3 "Schaue doch" von Friedrich Kiel erklang facettenreich "Praise ye the Lord in Heaven" von Anton Stepanovich Arensky sowie "Laudate pueri Dominum" von Jozef Swider. Kerscher ließ die Komposition "Sortie" von Louis-James-Alfred Lefebure-Wely an der Orgel machtvoll erschallen.

Im dritten Abschnitt traten die beiden Chöre gemeinsam auf - eine weitere qualitative Steigerung des ohnehin schon fast perfekten Niveaus. Der 90-köpfige Klangkörper intonierte "Preis, Dank, Lob und Herrlichkeit" von Jakob Handl, während beim "Herr, wenn ich nur Dich habe" von Heinrich Schütz der Dank an Gott im Mittelpunkt stand.

Auffordernd klang "Singet dem Herrn ein neues Lied" von Johann Pachelbel. Recht beschwingt boten die Akteure mit lockerer Tongebung, fein differenzierter Dynamik und ausgefeiltem Chorklang im krönenden Finale mit "Gloria et Honore" von Franz-Xaver Witt und "I hear a voice a-praying" von Houston Bright.

Wertvolle Literatur:
Von Anfang bis Ende vermittelten die jungen Leute im Gotteshaus den Eindruck, dass Singen eine Zukunft hat, wenn hoch motivierte, leistungsfähige und lernwillige Sänger von qualifizierten Dirigenten an wertvolle Literatur herangeführt werden.

Dass Malzer und Preißler zu jenen Chorleitern gehören, die nichts dem Zufall überlassen, zeigte sich einmal mehr bei diesem Gastspiel. Präzises gesangstechnisches Handwerk, stabile Intonation, vorbildliche Diktion und detaillierte Absprachen zur Interpretation, alles Ziele einer intensiven Probenarbeit, wurden konsequent umgesetzt. Nach minutenlangem Applaus folgte noch eine Zugabe.


Der Neue Tag, 24. Oktober 2006

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

Auch schwierige Werke in reiner Intonation

Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes setzt bei Konzert in Schirmitz Maßstäbe - Zwei Dirigenten

Um die Qualität des Chores erkennen zu lassen, sangen die Choristen bereits im Abendgottesdienst das Sanctus und Benedictus sowie zur Kommunion das "Ave verum" nach Charles Gounod. 

In der Chorführung wechselte sich Bundeschorleiter Karl-Heinz Malzer mit Christian Preißler ab. Letzterer hat sich als Dirigent schon beim Deutschen Chorwettbewerb einen Namen gemacht.

Das Konzert war sehr abwechslungsreich konzipiert. Vom Frühbarock bis zur Moderne waren Chorsätze ausgewählt worden. Es sei Ziel dieser Chorarbeit mit der musikbegeisterten Jugend, die Qualität der Stimme und damit des Singens zu entwickeln und zusätzlich im Chor Intonation, rhythmische Genauigkeit, Textgestaltung, Klangqualität und Interpretation zu steigern, so Malzer.

Den wunderbaren "Halleluja-Rufen" und polyphonen Textteilen des Guillaume Bouzignac folgte das rhythmisch schwingende "Angelis suis" des Barockmeisters Johann Joseph Fux. Malzer achtet darauf, auch instrumental Farbe zu versprühen. Kompositionen mit Orgel und Klarinette erklangen, die bei Tobias Kerscher mit feiner Registrierung in der "Aria ex A" und "Aria ex C" von Valentin Rathgeber und im "Trio" von Johann Ludwig Krebs sowie einer Komposition von Arvo Pärt in den besten Händen waren.

Eindrucksvoll erklang auch das "Herr, ich schrei zu dir" des Thomaskantors Moritz Hauptmann. Der Chor vermittelte das Werk von geradezu suggestiver Ausstrahlung mit gestalterischer Kraft. Malzer ist mit seinen beiden Chören aber auch in der Literatur des 20. Jahrhunderts zu Hause, wenn es gilt, harmonisch und melodisch enorm schwierige Werke ohne erkennbare Anstrengung mit wunderbarer Intonationsreinheit zu meistern.

Zu hören waren Werke von lebenden Komponisten wie Petr Eben Vytautas Miskinis und von Jester Hairstone, Harry Thaker Burleigh und Josef Karais "I Want To Go To Heaven", ein Hörvergnügen mit völlig verschiedenen Spiritualsätzen.

Was sehr angenehm auffiel: Die jungen Sänger zeigten eine starke Konzentration, die auf kleinste Gesten der beiden Dirigenten reagierten. Bemerkenswert war die abwechslungsreiche Interpretation der Texte in ihrer musikalischen Aussage mit Wirkung beim Publikum sowie der dichte und trotzdem sehr durchsichtige Klang mit leuchtendem Sopran, einem gepflegten Alt und klar zeichnenden Männerstimmen sowohl in kraftvoller Lautstärke als auch im kaum hörbaren, aber noch klingenden Pianissimo.


Der Neue Tag, 19. September 2006

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

Die Vielfalt der geistlichen Musik 

 "Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes" beeindruckt Publikum in neuer Pfarrkirche Altenstadt

Altenstadt/WN. (tos) Die rund 50 Vokalisten mit Bundeschorleiter Karl-Heinz Malzer hatten nicht zuviel versprochen. Denn beim Kirchenkonzert am Samstag in der neuen Pfarrkirche kam der "Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes" seiner Ankündigung die "ganze Vielfalt der geistlichen Musik" darzubieten, eindrucksvoll nach. 

Klassische Kirchenwerke aus dem 16. Jahrhundert wie "Jubilate deo" wechselten mit gospelartigen "A capella"-Stücken um die Wende des letzten Jahrhunderts und zeitgenössischen Werken eines Vytautas Miskinis ("Cantate Domino") ab. Auch was die Qualität des Vortrags anging, boten die 14- bis 28-jährigen Chorsänger in der angenehmen Akustik der Kirche ein besonderes Konzert. Vor allem die etwas reiferen Männerstimmen überzeugten. Neben ihren stimmlichen Qualitäten legten Malzers Schützlinge eine Feinabstimmung an den Tag, die man bei vielen anderen Chören schmerzlich vermisst und die bei Tempowechseln und kanonartigen Passagen deutlich wurden. 

Andenken an die Mutter

Und das obwohl sie ihr Repertoire in nur wenigen Probewochenenden einstudiert hatten. Aufgelockert wurde der mehrsprachige Streifzug durch die sakrale und weltliche Chormusik sämtlicher Epochen, der dem Andenken an Malzers kürzlich verstorbene Mutter gewidmet war, mit Instrumentalstücken des starken Organisten Tobias Kerscher. Mit seinen Interpretationen von Dubois' wunderbarer "Toccata in G", die auch durch den ungewöhnlichen Schluss auffiel, und dem schwermütigen und bewegenden Orgelstück "Pari Intervallo" vor Arvo Pärt, sorgte Kerscher für die Höhepunkte des Nachmittags. 

Neben Kerscher, der im Duett mit Klarinettist Michael Kopp auch Jean-Baptiste Lullys "Allegretto" interpretierte, gefiel die Gesangssolistin Eva Portner, deren Part in "Come and go" von Franz Biebl voll überzeugte. "Wir wollen den Leuten qualitativ hochwertigen Chorgesang näher bringen", beschrieb Chorgründer Karl-Heinz Malzer den Beweggrund für die vermehrten Auftritte des Chores im Landkreis. 

Raumfüllender Gesang

Das überregionale Musikensemble, das bayernweit konzertiert, besteht zu 75 Prozent aus Oberpfälzern und nur noch zu einem Viertel aus den namensgebenden fränkischen Sängern. Mit "All my trials" rundeten die jungen Sänger ihren Vortrag ab, ehe sie zum Abschluss mit dem argentinischen "Santo, Santo" singend aus der Kirche auszogen. Mit einem raumfüllenden "Stereoklang" setzten sie von den Seitengängen aus den Schlusspunkt. 

Der Neue Tag, 15. Mai 2006

Übernommen von www.oberpfalznetz.de   

  


Perfektion das Zauberwort der jungen Sänger


Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes bietet bei Konzert Beiträge auf überdurchschnittlich hohem Niveau

 
Waldthurn. (kkh) Gläubige, die am Samstagabend die Pfarrkirche St. Sebastian verließen, konnten dies mit dem guten Gewissen tun, einen musikalischen Höhepunkt erlebt zu haben. Denn was der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes unter Leitung von Bundeschorleiter Karl-Heinz Malzer dem Publikum geboten hatte, war Sangeskunst auf überdurchschnittlich hohem Niveau.

Bestens einstudiert
Perfektion scheint das Zauberwort zu sein. Bestens einstudiert waren nicht nur die anspruchsvolle Chorliteratur aus unterschiedlichen Epochen, sondern auch äußerliche Details. Man spürte, dass Malzer nichts dem Zufall überlässt, obwohl jedes Jahr junge Mitglieder hinzukommen und langjährige Sänger aus Altersgründen ausscheiden.

Pfarrer Marek Baron dankte dem Chor und vor allem dem Vorsitzenden des Sängerkreises Nordoberpfalz, Herbert Kick, der dieses Konzert ermöglicht und organisiert hatte.

Schon beim Einzugslied "Santo, Santo" aus Argentinien zeigte sich der junge Chor von seiner besten Seite, was in den folgenden Liedern "Confitemini Deo" von Adriano Banchieri, "Jubilate Deo" von Guillaume Bouzignac, "In den Armen dein" von Melchior Franck und "Angelis suis" von Johann Nepomuk Fux eindrucksvoll bestätigt wurde.

Danach brachte Tobias Kerscher gewohnt sicher und einwandfrei auf der Orgel die "Aria ex A" und "Aria ex C". Im zweiten Block sang der Chor "Herr, ich schrei' zu dir" von Moritz Hauptmann, das "Ave verum" von Charles Gounod, "Benedictus" von August Johann Södermann und "Maria, Himmelsfreud" des Oberpfälzer Komponisten Max Reger.

Michael Kopp mit der Klarinette und Tobias Kerscher an der Orgel spielten technisch souverän gemeinsam das "Allegretto" von Jean-Baptiste Lully nach einer Bearbeitung von Arthur H. Christmann.

Für den dritten und vierten Block hatte Malzer Werke jüngerer Komponisten ausgewählt, die alle in englischer Sprache interpretiert wurden. Zu den mit Begeisterung vorgetragenen Sätzen gehörten "Deep river" von Harry Thacker Burleigh, "I can tell the world" von Jester Hairston und "I want to go to heaven" von József Karai.

Liebe zur Musik
Bei den folgenden modernen Sätzen spürte man das gemeinsame Band, das alle fesselt, die Liebe zur Musik. Rhythmisch, locker und leicht wurden "Home on that rock" von Kirby Shaw, "Ride on King Jesus" von Edward Boatner, "Elijah Rock" von Jester Hairston und "All my trials" von Norman Luboff vorgetragen.

Bevor der Chor wieder mit dem "Santo, Santo" auszog, dankte Kick dem Chor für das Konzert. Der Deutsche Chorverband hatte den 29. Oktober zum "Tag der jungen Stimmen" unter das Motto "Singen bewegt" gestellt.

Der Vorsitzende hoffte auch, dass möglichst alle Sänger des Jugendchores bei ihren Heimatchören mitsingen und damit wieder Bewegung in die einzelnen Formationen kommt. Sein Wunsch war es außerdem, dass aus diesem Ensemble der eine oder andere Chorleiter hervorgeht. Besonderen Dank sagte er allen Sponsoren, die dieses Engagement unterstützten.

Nach langem Beifall kamen die jungen Sänger um eine Zugabe nicht herum. Der Pleysteiner Bürgermeister Hans Walbrunn war von dem Chor so begeistert, dass er ihn spontan für das Stadtjubiläum im kommenden Jahr verpflichtete.


Der Neue Tag, 03. November 2005

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

Fesselnde Spannung bis zur letzten Note

Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes mit glänzendem Auftritt
beim Kirchenjubiläum in Pleyste
in

Pleystein. (tu) In den Genuss eines Kirchenkonzerts der Spitzenklasse kamen am Samstag in der Pfarrkirche rund 200 begeisterte Besucher zum Auftakt des Jubiläums "100 Jahre Stadtpfarrkirche St. Sigismund". Der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes präsentierte eineinhalb Stunden lang unter der abwechselnden Stabführung von Chorleiter Karl-Heinz Malzer und seines Assistenten Christian Preißler ein Programm von sakaraler Musik mit hohem Niveau.

Die Chorwerke und Instrumentalkompositionen, die zu Gehör kamen, waren Arbeitsergebnisse verschiedener Probenwochenenden. Das gemeinsame Band, das die jungen Sänger aus Franken und der Oberpfalz (darunter die vier Pleysteiner Holger Scheufler, Stefan Landgraf, Andreas Zehent und Johannes Walbrunn) fesselt, ist die Liebe zur Musik. Dies war schon beim argentinischen Einzugslied "Santo, Santo" nachhaltig zu spüren. A Cappella ließen die 40 Aktiven im Alter von 14 bis 28 Jahren eine stilistisch überaus vielseitige, vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichende Programmfolge erklingen.

Die klaren Stimmen brachten im ersten Block "Confitemini Deo" von Adriano Banchiere und "Jubilate Deo" von Guillaume Bouzignac zu Gehör. Die sensibel geformten Melodie- und Spannungsbögen kamen auch beim "Angelis suis" von Johann Nepomuk Fux zum Tragen. Im Anschluss ertönte von der Chorempore auf der Orgel "Aria ex A und Aria ex C", hervorragend interpretiert von Tobias Kerscher.

Den zweiten Teil begann die Chorgemeinschaft mit dem Psalm "Herr, ich schrei zu dir" von Moritz Hauptmann. Nach "Ave verum" von Charles Gounod erklang "Maria, Himmelsfreud'" von Max Reger, ehe Kerscher auf der Orgel das "Trio" von Johann Ludwig Krebs und "Trivium I, II, III" spielte. Eindringlich sang der Chor "Cantate Domino" von Vytautas Miskinis, und ins Moderne wechselte der Klangkörper mit dem Satz von Jester Hairston "I can tell the World" über.

Ruhe ausgestrahlt wurde bei "Deep River" von Henry Thacker Burleigh, während bei "I want to go to Heaven" von Jozsef Karai der Swing dominierte. Recht beschwingt gestaltete sich auch der vierte Block mit "Home on that rock" von Kirby Shaw, "Elijah Rock" von Jester Hairston, "All my trials" von Norman Luboff und "Ride On King Jesus" von Edward Boatner.

Mit dem Lied "Verleih uns Frieden gnädiglich" von Heinrich Schütz zog der Chor nochmals alle Register. Vom Anfang bis zum Schluss vermittelten die jugendlichen Akteure den Eindruck, dass das Singen eine Zukunft hat, wenn hoch motivierte Sänger von qualifizierten Dirigenten an wertvolle Literatur herangeführt werden.

Dass Karl-Heinz Malzer und Christian Preißler zu jenen Chorleitern gehören, die nichts dem Zufall überlassen, zeigte sich einmal mehr bei diesem Gastspiel. Präzises gesangstechnisches Handwerk, stabile Intonation und detaillierte Absprachen zur Interpretation, alles Ziele einer intensiven Probenarbeit, wurden konsequent umgesetzt.

Nach minutenlangem Applaus folgte noch eine Zugabe. Die fröhliche, singende und begeisterungsfähige Gemeinschaft junger Menschen ließ mit diesem großartigen Kirchenkonzert das Schlagwort "Viva la Musica" in einem lebendigen, strahlenden Licht erscheinen.


Der Neue Tag, 12. Juli 2005

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

A-cappella-Stimmen ein Hochgenuss

Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes begeistert in der Grafenwöhrer Friedenskirche

Grafenwöhr. (rgr) Das gemeinsame Band, das alle fesselt, ist die Liebe zur Musik. Und genau die war deutlich zu spüren. "Santo, Santo", das Einzugslied aus Argentinien war absolut traumhaft, so dass sich bei den Zuhörern wahres Gänsehaut-Feeling einstellte.


Der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes bot am Samstagabend in der Friedenskirche einen musikalischen Genuss auf hohem Niveau. Das Ergebnis des gemeinsamen Probenwochenendes konnte sich sehen und vor allem hören lassen. Jugendliche aus der nördlichen Oberpfalz , aus Unter-, Mittel- und Oberfranken bildenten einen großen Gemeinschaftschor. Die wunderschönen klaren Stimmen waren bestens aufeinander eingestellt.

Das Kirchenkonzert bot stilistisch eine höchst vielseitige, vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart reichende Programmfolge. Dabei saß das "Jubilate Deo" von Guillaume Bouzignac genauso, wie der Psalm aus "Herr, ich schrei zu Dir" von Moritz Hauptmann. Unter der präzisen Leitung von Karl-Heinz Malzer und Christian Preißler beeindruckte der Jugendchor durch sorgsam differenziertes Singen, sensibel geformte Melodie- und weit geschwungene Spannungsbögen.

Reine Stimmen
Bei der Umsetzung der Spirituals agierten die Jugendlichen äußerst abwechslungsreich. "Deep River" strahlte Ruhe aus, die einfach nur als schön empfunden wurde. "I want to go to heaven" swingt dagegen richtig. Die Freude auf das Leben im Jenseits wird deutlich. Nur bei einem einzigen a capella-Gesang - "Home On That Rock" von Kirby Shaw - bedient sich der Chor einer "Begleitmusik" in Form von schnippenden Fingern. Ansonsten würden Musikinstrumente den wunderschönen Gesang nur stören . . .

"1981 wurde der Jugendchor mit etwa 40 Mitgliedern in Hammelburg bei einer Sing- und Musikwoche gegründet", erzählt Renate Malzer, Karl-Heinz Malzers Ehefrau und Mitsängerin nach dem Konzert. Im Laufe der Jahre wuchs der Chor auf 100 Sängerinnen und Sänger an. Viele der Jugendlichen passten altersbedingt nicht mehr in den Jugendchor; also entstand neben diesem noch ein zweiter Chor namens "Mixtura Cantorum", was wörtlich übersetzt "Sängermischung" heißt.

Zwei Genies als Dirigenten
Die A-cappella-Gesänge des Jugendchors wechselten sich ab mit Orgelstücken von Valentin Rathgeber, Johann Ludwig Krebs und Arvo Pärt, meisterhaft von Tobias Kerscher intoniert. Zu einem sehr guten Chor gehören ausgezeichnete Chorleiter. Der Jugendchor des "Fränkischen Sängerbundes" besitzt momentan zwei solcher Genies. Christian Preißler ist dabei in die Fußstapfen von Karl-Heinz Malzer getreten. Der 33-jährige Preißler ist Berufschorleiter, Stimmbildner und Gesangspädagoge. Von 1993 bis 1997 studierte er an der Fachakademie (heute Hochschule) für katholische Kirchenmusik und Musikerziehung in Regensburg und von 1998 bis 2000 an der Musikhochschule Würzburg den Studiengang Dirigieren/Chorleitung bei Professor Jörg Straube, wo er seine Ausbildung mit dem künstlerischen Diplom beendete.

Außer dem begeisterten Publikum war auch Grafenwöhrs zweiter Bürgermeister Gerald Morgenstern voll des Lobes über die großartige Leistung der Sänger, Chorleiter und des Orgelspielers. Ganz im Sinne der Chormitglieder zitierte er den Philosophen Friedrich Nietzsche: "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum."

Die Liebe zur Musik bewiesen die Akteure des Abends auch bei der anschließenden geselligen Runde im Jugendheim. Nach einem ausgedehnten perfekt gesungenen Trinkspruch war ausreichend Gelegenheit, die strapazierten Stimmen zu ölen . . .


Der Neue Tag, 31. Mai 2005

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

Geburtstagskonzert für Peter Jacobi

 Abwechslungsreiches Fest des A-cappella-Gesangs

 
Was zunächst wie eine "Pflichtübung" aussah, das "Geburtstagskonzert" zum 60. von Peter Jacobi, wurde zu einem eindrucksvollen und großartigen Erlebnis, das die vielen Besucher am Sonntagvormittag in der Coburger St.-Moriz-Kirche in ihren Bann zwang. Sie waren aus ganz Bayern gekommen, galt es doch, einen Mann zu ehren, der sich um das Musikleben in Bayern verdient gemacht hat.
Der Fränkische Sängerbund (FSB) hatte zwei "symbolträchtige" Mitgliedschöre als Repräsentanten nach Coburg geschickt: seinen "Jugendchor" und dessen Folgechor, in dem ehemalige Jugendchorsänger das Begonnene fortsetzten. Er hat sich den etwas hochgestochenen Namen "Mixtura Cantorum" gegeben, was - wörtlich übersetzt - lediglich "Sängermischung" heißt.
Karl-Heinz Malzer, seit 1993 Bundes-Chorleiter im FSB, hat vor fast vier Jahrzehnten den Jugendchor gegründet. Er ist heute noch dessen Leiter. Mit Christian Preißler (für den Jugendchor) und Achim Lauter (für die Mixtura Cantorum) hat er jedoch zwei hochqualifizierte und sensible Mitarbeiter an der Seite.
Für Coburg hatte er ein Programm mit geistlicher Chormusik aus Europa und den USA zusammengestellt, das nahezu fünf Jahrhunderte repräsentierte. Der Jugendchor begann mit der Motette "Jubilate Deo" von Guillaume Bouzignac. Auf dieses Rennaisancewerk ließ er mit "Herr, ich schrei zu dir" einen romantischen Satz von Moritz Hauptmann folgen. Ein sehr fein empfundenes "Benedictus" des Schweden August Johann Södermann schloss sich an.
Trotz seines jungen Alters (geb. 1954) spricht der litauische Komponist Vytautas Miskinis in seiner dreiteilig angelegten Motette "Cantate Domino" eine recht konservative und sehr wirkungsvolle Sprache.
Mit dem recht beschwingten "I can tell the world" von Jester Hairstone (USA) beschloss der mit rund 40 Stimmen besetzte Jugendchor seinen Auftritt, in dem er mit lockerer Tongebung, fein differenzierter Dynamik, sorgfältiger Artikulation und ausgewogenem Chorklang eine vorzügliche Visitenkarte abgab.
Herzerfrischend fröhlich musizierte Tobias Kerscher auf der Orgel zwei "Schlagarien" von Valentin Rathgeber. Mit "Wie bist du doch schön" von Edvard Grieg entfaltete die "Mixtura Cantorum" einen romantischen Klangzauber, der den Wohlklang der Grieg'schen Tonsprache bis an die dynamischen Grenzen ausschöpfte.
Romantische Aufschwünge kennzeichneten die Motette "Dextera Domini" des Ungarn Fernec Kersch, ehe mit feinem beseeltem Ausdruck "Ubi caritas et amor" von Maurice Duruflé erklang. In "Lord, God of Israel" ließ der Norweger Knut Nystedt die Herkunft aus dem 20. Jahrhundert spüren.
Progressive Aufführungstechniken demonstrierte "Mixtura Cantorum" bei "O salutaris hostia" von Vytautas Miskinis, indem sich die Frauenstimmen den Männern zuwandten und den gegensätzlichen Text zum Dialog ausbauten. "Annum per annum" ("Jahr für Jahr") hat der estnische Komponist Arvo Pärt seine Orgelfantasie genannt, die verschlüsselt die Ordinariumstexte des Messformulars zitiert. Die Fantasie beginnt mit leisen, hohen Stimmen, steigert sich zu einem hymnischen Höhepunkt und kehrt zur klanglichen Durchsichtigkeit zurück.
Am Ende vereinigten sich beide Chöre, die nun zunächst Werke für 8-stimmigen Doppelchor auf ihr Programm gesetzt hatten: "Herr, wenn ich dich nur habe" von Heinrich Schütz und "Singet dem Herrn ein neues Lied" von Johann Pachelbel. Die beabsichtigte "Stereo-Wirkung" kam durch die getrennte Aufstellung gut zum Tragen.
"An Alleluja Super-Round" von William Albright (USA) war ein chorischer Dauerton meditativen Charakters mit gegenläufiger Prozession ("Round"); ein Modus. Aufmöbelnd dagegen "I hear a voice a-praying" von Houston Bright. Am Ende gab es "Wohlklang pur" mit Franz Biebls "Ave Maria - Angelus Domini" das Gebet, das als "Der Engel des Herrn" bzw. "Angelus" geläufig ist. Biebl hat es als Chor-Duett zwischen dem Erzengel Gabriel und Maria gestaltet. Es ist ein von schlichter Frömmigkeit getragenes Werk.
Der Beifall für das Konzert, das zu einem wahren Fest des A-capella-Gesangs wurde, war gewaltig und eine Zugabe nicht zu umgehen. Der BR hat das Konzert aufgezeichnet.

von Rudolf Potyra; "Neue Presse" Coburg, 01. Februar 2005


Coburger Chorkonzert

Die Matinee geriet zur bemerkenswerten Demonstration anspruchsvollen Chorgesangs. Als Geburtstagskonzert für Peter Jacobi, den Präsidenten des Fränkischen Sängerbundes, präsentierten der Jugendchor des FSB und der Kammerchor „Mixtura Cantorum“ am Sonntag eine stilistisch höchst vielseitige, vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart reichende Programmfolge in der Coburger Morizkirche.

Dabei bewies der Jugendchor des FSB gleich zum Auftakt, dass Chorgesang – allen Klagen über Nachwuchsnöte des organisierten Sangeswesens zum Trotz – sehr wohl Zukunft haben kann, vor allem dann, wenn schwierige Aufgaben zur lohnenden musikalischen Herausforderung werden. Unter der präzis gestaltenden Leitung von Christian Preißler beeindruckte der Jugendchor durch dynamisch überaus sorgsam differenziertes Singen, sensibel geformte Melodie- und weit geschwungene Spannungsbögen. Mit stets prägnanter Textbehandlung gelang das „Jubilate Deo“ von Guillaume Bouzignac ebenso eindringlich wie das bisweilen an Mendelssohns Tonsprache erinnernde „Herr, ich schrei' zu Dir“ von Moritz Hauptmann oder der mit Pop-Rhythmen „gewürzte“ Satz „Cantate Domino“ von Vytautas Miskinis.Mit gleichermaßen diszipliniertem wie klangvollem Chorgesang beeindruckte dann „Mixtura Cantorum“.

Karl-Heinz Malzers stets präzise, unmissverständliche gestalterische Impulse wusste „sein“ Chor konzentriert, dynamisch nuanciert und mit intensiver Ausdruckskraft umzusetzen. Von Edvard Griegs „Wie bist du doch schön“ bis zu Maurice Duruflés „Ubi caritas et amor“ spannte sich der Bogen. Für souverän interpretierte instrumentale Interludien an der Schuke-Orgel der Morizkirche sorgte Tobias Kerscher zunächst mit zwei der melodisch eingängigen „Schlagarien“ von Valentin Rathgeber sowie dann mit Arvo Pärts meditativ gefärbtem, machtvoll sich steigerndem Stück „Annum per Annum“.

Bemerkenswert homogen präsentierten sich beide Chöre unter der Leitung von Karl-Heinz Malzer auch im abschließenden dritten vokalen Teil, so zum Beispiel bei zwei doppelchörigen Motetten von Heinrich Schütz („Herr, wenn ich nur dich habe“) und Johann Pachelbel („Singet dem Herrn ein neues Lied“), aber auch bei drei zeitgenössischen Werken, darunter William Albrights „Alleluia“, das mit suggestiver Wirkung als Raummusik dargeboten wurde. Der begeisterte Beifall wurde noch mit einer Zugabe belohnt.


Coburger Tageblatt, 31. Januar 2005

Übernommen von www.ct-coburg.de

Chormusik auf höchstem Niveau

Fränkischer Jugendchor und Mixtura Cantorum in Vohenstrauß

Vohenstrauß. Wer am Samstagabend die katholische Stadtpfarrkirche in Vohenstrauß verließ, konnte dies mit dem guten Gewissen tun, das musikalische Highlight der diesjährigen Nordgautage nicht verpasst zu haben. Denn was die beiden Chöre Fränkischer Jugendchor und "Mixtura cantorum" unter der bewährten Leitung von Karl-Heinz Malzer dem überaus zahlreich erschienenen Publikum boten, war Chormusik auf überdurchschnittlich hohem Niveau. 


Perfektion scheint das Zauberwort zu sein. Bestens einstudiert nicht nur die anspruchsvolle Chorliteratur, sondern auch äußerliche Details. Die Verbeugungen am Schluss, punktgenau und absolut synchron. Karl-Heinz Malzer überlässt nichts dem Zufall. Nur wenn es musikalisch erforderlich ist. Wie bei Knut Nystedts "Immortal Bach", das den Zufall zum kompositorischen Prinzip erhebt, den Choral "Komm süßer Tod" des Thomaskantors zum Ausgangspunkt für experimentelle Clusterbildungen macht.

Ein Werk, das am gleichen Ort vor zwei Tagen bereits der renommierte Konzertchor der Kirchenmusikschule Regensburg gesungen hat. Und hier zeigt sich das hohe Niveau der beiden vereinigten Malzer-Chöre: Wunderschöne Bögen und klare Linien im ergreifenden Bach-Choral, spannungsgeladene Dichte in den irisierenden, Zeit und Raum aufbrechenden Clustern, die sich langsam, aber zielstrebig in vertraute Harmonik auflösen. Eine Interpretation, die der der Regensburger in nichts nachstand, sondern in puncto Spannung und Dichte durchaus übertraf.

Aber auch sonst zeigten sich die beiden Chöre mit geistlicher Chorliteratur aus unterschiedlichen Epochen, von anfänglichen Unsicherheiten des fränkischen Jugendchores abgesehen, von ihrer besten Seite: Wunderschön aufblühende Schlussakkorde, intonantionssicher mit vortrefflich ausgeleuchteter Stimmbalance, die die bestens besetzten Männerstimmen zum Vorschein kommen lassen. Warme, samtene Bassstimmen gepaart mit strahlendem, aber nie stählernem, tenoralem Glanz.

Höhepunkt war hierbei unbestritten Franz Biebls siebenstimmiges "Ave Maria" mit Solistenchor. Romantische Chormusik auf allerhöchstem Niveau, schier endlos die Spannung haltend, die unweigerlich unter die Haut ging. Orgelmusik von Max Reger (Introduktion und Passacaglia d-moll) und Leon Boellmann (Toccata aus der "Suite Gothique"), von Klara Bäumler und Tobias Kerscher technisch souverän und stilsicher interpretiert, rundeten das Konzert, das dem verstorbenen Maler und Nordgau-Preisträger Rupert Damascenus Preißl gewidmet war, in vollendeter Weise ab.


Der Neue Tag, 15. Juni 2004

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

 

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