Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes e.V. - Titelgrafik
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PRESSE
Hier finden Sie Zeitungsartikel über

Konzerte und Aktivitäten des Jugendchores
 
 

Jugendchor in der Asamkirche Ensdorf

"Das Zuhören war ein Genuss". Einen goldenen Oktobertag krönten viele Menschen aus der Region am Wochenende Mit dem Besuch des Kirchenkonzertes in der frisch renovierten Salesianerkirche St. Jakobus in Ensdorf.
 
Zu Gast war mit dem Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes eine beeindruckende Chorgemeinschaft auf allen Registern der Sangeskunst. Auf Einladung der Raiffeisen-bank Unteres Vilstal gaben sie in der Klosterkirche ein Konzert zum Kirchenjubiläum.

Für die etwa 50 Sänger des Jugendchores war es nicht der erste Besuch im Salesi-anerkloster Ensdorf gewesen. Wie Pfarrer Hermann Sturm erzählte, ist der Chor schon öfter zu einem Probenwochenende im Haus der Begegnung zu Gast gewesen.

Bankdirektor Karl Schlagbauer nannte die Verpflichtung des Chores einen kulturellen Beitrag der Raiffeisenbank Unteres Vilstal zum Gelingen dieses stolzen Jubiläums "300 Jahre Asamkirche St. Jakobus". "Vor einem Jahr haben wir die Idee aufgegriffen, mit diesem Kirchenkonzert einen Beitrag zum Abschluss der gelungenen Generalsanierung und des 300-Jahres-tages der Kirche beizutragen". Mit Karl Heinz Malzer und Michaela Treese als Dirigenten und dem "A-cappella-Chor" ging es durch die Musikgeschichte.

Aus der Zeit um 1648 stammte das Stück "Verleih uns Frieden gnädiglich" damals als Beitrag zum Friedensjahr nach dem 30-jährigen Krieg von Heinrich Schütz aufgezeichnet. Feine Orgelmusik erklang als Zwischenspiel - Thomas Falk saß an dem Instrument. Sowohl galant und ungemein vollstimmig, aber auch mit außerordentlich reich differenzierter Tonsprache zeigte sich der Chorgesang der jungen Leute mit den Stücken "Sei getreu bis in den Tod" oder dem Immortal von Bach. Dass Paula Herrneder und Thomas Falk Violine und Orgel beherrschen, hörte man mit ihrer einstu-dierten Sonate op. 5, Nr.1 von Arcangelo Corelli, einer am Neujahrstag des Jahres 1700 veröffentlichen Violinsonate.

Ein toller Konzertbeitrag kam von Anna Lottner und Felix Hirn mit ihrer reizvollen Transkription für Klarinette und Akkordeon, das ursprünglich von Alfred Pester für Harmonium und Violoncello geschrieben worden war. Chorgesang der feinsten Machart füllte das Kirchenrund mit seiner oft als "schwierig" bezeichneten Akustik der Klosterkirche ohne Bedenken hervor-ragend aus. Aus der Welt der Spirituals konnte man Harry Thacker Burlleighs Geschichte von "Ezekiel saw the Weel" oder "All night, all Day" von Heinz Lemmermann lauschen.
 
Andreas Feyrer spielte die Toccata d-Moll von Johann Sebastian Bach an der Kirchenorgel und zum Ende des Chorkonzertes war das getragene "Alleluja" von Ralph Manuel mit seiner melodischen Einfachheit und Anmut zu hören. Der Musikkultur huldigte die Chorgemeinschaft mit dem "Abendlied" und Josef Grubers "Ave Maria", einem mehrstimmigen Musik-stück mit der bekannten Passage "Still sinkt die Sonne". Das Publikum forderte vehement eine Zugabe.
 
Bericht über das Konzert am 14.10.2017
https://www.onetz.de/ensdorf/kultur/jugendchor-in-der-asamkirche-ensdorf-frische-stimmen-erklingen-d1787310.html 

Benefizkonzert in Herz Jesu
asd
Von der Schönheit des Gesangs
von Reinhold Tietz
Während die Mitglieder des Jugendchors am Samstag an den Seiten zum Altarraum in der Weidener Kirche Herz Jesu vorgehen, erklingt hymnisch "Santo, Santo" eines anonymen Komponisten, dann folgt im Altarraum hoffnungsvoll "Sei getreu bis in den Tod" von Johann Christoph Bach (1642-1703). Zwei Chorsätze von György Deák-Bardos (1905-1991), "Tristis est anima mea" und "Crucifigatur", schließen sich mitfühlend an.

Weihevolle Stimmung 

Es ist der Auftakt zu einem Benefizkonzert von Innerwheel Weiden mit dem Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes (FSB), der den Nachwuchs der "Mixtura Cantorum des FSB" bildet. Genau dieser Erwachsenenchor gestaltet ein abwechslungsreiches Programm von A-cappella-Chören aus verschiedenen Jahrhunderten. Darüberhinaus ist Orgelmusik zu hören, die die musikalische Breite des gut besuchten Konzerts nochmals erweitert.

Allen Sätzen gemeinsam ist die weihevolle Stimmung, die zwar Epochen-Unterschiede nicht verheimlicht, das Zuhören aber in jedem Falle zum Genuss macht. Das engagierte Dirigat von Karl Heinz Malzer unterstützt dieses Gefühl. Tobias Kerscher spielt auf der Kirchenorgel die "Fantaisie" aus "Hommage à Frescobaldi" von Jean Langlais (1907-1991), ein Stück, dem man modernen Tongebrauch durchaus anmerkt.

Anschließend gestaltet der Jugendchor eindrucksvoll ein "Ave Maria" von Arvo Pärt (*1935), das Loblied "Glory to God in the Highest" von Randall Thomson (1899-1984) und die Geschichte "Ezechiel saw the wheel" von Henry Thacker Burleigh (1866-1949). Michaela Treese dirigiert einfühlsam und genau. Andreas Feyrer spielt als nächstes auf der Orgel das "Menuet Gothique" aus der "Suite Gothique" op 25 von Léon Boellmann (1862-1897). Rasch und lebendig ertönt dieses schwungvolle Stück.
Jetzt tritt die "Mixtura Cantorum des FSB" auf und singt stimmgewaltig drei ehrwürdige Gesänge. Es beginnt mit dem kräftigen "When David heard" von Thomas Tomkins (1572-1656), setzt fort mit dem weihevollen Gesang "Unsere Trübsal" von Johann Ludwig Bach (1677-1731) und endet mit der intensiven Bitte "Hilf mir Gott" von Albert Becker (1834-1899). Leise und feinsinnig wird das folgende Orgelstück "Prière à Notre-Dame" aus op 25 von Léon Boellmann von Thomas Dieter Falk vorgetragen.
Dann singt die "Mixtura" ein friedevolles Lied, nämlich "Wanderers Nachtlied" von Hans Kössler (1853-1926) und setzt tiefsinnig fort mit "Caritas et amor" von Randall Stroope (*1953). Die folgende "Toccata on Duke Street" von Gilbert Martin (*1941) ist so mächtig, wie es sich für solch ein Orgelstück gehört. Tobias Kerscher spielt schwungvoll.

Mitreißend schön 

Zu "Immortal Bach" von Knut Nystedt (1915-2014) stehen die Sänger der "Mixtura Cantorum" an den Seitenwänden der Kirche. Dann gehen sie wieder nach vorne, gefolgt vom Jugendchor. Eine neue Steh-Ordnung erfordern nun die letzten fünf Stücke, die beide Chöre gemeinsam unter Leitung von Malzer vortragen. Zunächst geben sie dem Lobgesang "Alleluia" von Ralph Manuel (*1951) einen berauschenden Klang. Der rhythmisch klare Song "I hear a voice a-prayi" von Houston Bright (1916-1970) folgt. Das "Ave Maria - Angelus Domini" von Franz Biebl (1906-2001) ertönt weihevoll wie kräftig.

Aus der Oper "Hänsel und Gretel" von Engelbert Humperdinck (1854-1921) erklingt "Abends will ich schlafen gehen" in Bearbeitung für fünfstimmigen Chor vom Dirigenten. Auch in dieser Fassung ist das berühmte Lied mitreißend schön. Das "Abendlied" op 69/3 von Joseph Rheinberger (1839-1901) beendet die Folge von fein abgestimmten Chorsätzen noch nicht. Erst zwei Zugaben stellen die Zuhörer zufrieden.
 
Der Neue Tag / Kultur 21.03.2017
https://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/kultur/benefizkonzert-in-herz-jesu-von-der-schoenheit-des-gesangs-d1738708.html
 

Toller Nachwuchs im Sängerbund 

Jugend singt und swingt wie Superstars

Gesang verbindet Völker und Nationen.
Seit 1862 eint der Fränkische Sängerbund (FSB) Franken und Oberpfälzer.
Die Altbayern dachten damals noch nicht an Jodel-Diplome.
 

Von Peter K. Donhauser

 

Amberg. Der langjährige musikalische Chef des FSB, der Oberpfälzer Karl Heinz Mal-zer, hat 1981 den Jugendchor gegründet, mit ihm trat er in St. Konrad (Ammersricht) auf und erfreute die Besucher mit einem sorgsam ausgesuchten Programm.


Bedingt durch eine Altersgrenze hat der Chor eine ständige Fluktuation aufzuarbeiten, die Segen wie Fluch sein kann. Ein Segen ist zweifellos, dass unzählige Jugendliche eine intensive, oft lebenslange Beziehung zur Musik aufbauen, ein inspirierender Ge-winn an Lebenssinn, an künstlerischem Ausdruckpotenzial von Emotion und Intellekt, ein cooles Gemeinschaftserlebnis.


Diese begeisternde Inspiration war das ganze Konzert hindurch zu spüren. Musikalisch setzte der außerordentlich erfahrene Chor-Pädagoge Malzer Ansprüche. Stimmbild-nerin Manuela Spitzkopf formt und pflegt alle Stimmen, Tochter Michaela Treese arbeitet in Registerproben am Detail. Erfolg kann da nicht ausbleiben: Die Besucher hörten wunderbar ausbalancierte Stimmen, von locker geführten beweglichen Bässen und schlanken Tenören bis zu ungekünstelt und rund tönenden Altistinnen und So-pranen. Geradezu selbstverständlich war die blitzsaubere Intonation der Akkorde, die einfach nur wohl tat und unter die Haut ging. Das alle Chorsätze überwölbende Klang-ideal war ein verschmelzender, flächiger, sich zur Romantik bekennender Chorklang.


Der Ursprung der 15 vom Umfang her überschaubaren Stücke reichte vom Jahr 1600 bis zur gemäßigten Moderne. Vier Höhepunkte: Die abgeklärte Sterbemotette von Johann Michael Bach, das ausdrucksstarke "Tristis est Anima" von György Deák-Bardos und das melancholische Abendlied op. 69/3 von Josef Gabriel Rheinberger. Mit rhythmischem Impuls swingte das Spiritual "I hear a voice a-praying" von Houston Bright, die eleganten Bässe zeigten sich da von ihrer besten Seite, und das gleich noch einmal bei der geforderten Zugabe.


Die Programmfolge (vorzüglich informativ das Programmheft) war im Wesentlichen chronologisch angelegt und von geistlicher Musik geprägt, die sich aus dem Kreis des Kirchenjahres speiste. Ähnliches galt für die meisten Instrumentalstücke, die Mit-glieder des Chores zwischendrin darboten. Lediglich die kuschelweiche Filmmusik von "Ladies in Lavender" (routiniert die Flötistin Lisa-Marie Holzschuh) stand thematisch etwas abseits. Hausorganist Andreas Feyrer eilte wie im Sog durch die schnellen Teile der Dubois-Toccata G-Dur.


Sensibel und mit gekonnter Balgführung spielte Felix Hirn kurz und bündig Präludium und Fuge c-Moll von Gottfried Kirchhoff. Faszinierend waren die Klangsphären von Astor Piazollas "Tante Anni Prima" im Ineinandergreifen von Hirns Akkordeon und Anna Lottners farbenreicher Klarinette. Weiter so, es gibt also doch Alternativen zum Auftrieb und der Vorführung junger Leute bei Deutschland sucht den Superstar. 


http://www.onetz.de/amberg-in-der-oberpfalz/kultur/toller-nachwuchs-im-saengerbund-jugend-singt-und-swingt-wie-superstars-d1711499.html 
KULTUR
Amberg in der Oberpfalz
19.11.2016

   
"Arche Noah" präsentiert Chorkonzert und sammelt Geld für Projekte 
  

 

Die Sangeskunst des Jugendchors des Fränkischen Sängerbundes und des Vokalensembles "Vox Aeterna" unter der Leitung von Michaela Treese und Karlheinz Malzer durften über 150 Besucher in der katholischen Pfarrkirche beim Benefizkonzert genießen. Der Förderverein des Kindergartens "Arche Noah" mit seinem Vorsitzenden Dominik Baschnagel lässt sich immer wieder neue Aktionen einfallen, um Geld für Projekte zu bekommen. Zur Finanzierung der derzeit im Bau befindlichen Bahn für Kleinfahrzeuge und die verkehrsmäßige Früherziehung hat er das Benefizkonzert mit dem Jugendchor organisiert. Die Musikfreunde erfreuten dann fast eineinhalb Stunden mit mehrstimmiger Sangeskunst. Von "Santo, Santo" über "I want to go to heaven" bis hin zu "Die beste Zeit im Jahr" reichte der musikalische Bogen des Jugenchors. Stücke wie "Run to me" oder "Jubilate Deo" sang das Vokalensemble "Vox Aeterna". Die Instrumente spielten Lisa-Marie Holzschuh (Querflöte), Felix Hirn(Akkordeon), Andreas Feyrer (Klavier) und Dieter Falk(Orgel). Manuela Spitzkopf waren für die Stimmbildung verantwortlich. Die Sänger bekamen großen Beifall.
Aus: Der Neue Tag, Altenstadt an der Waldnaab, 08.06.2016

 
Arbeit mit King’s Singers aus London
 
Vox Aeterna „wirklich toll

 

München/Amberg. Vor einem Jahr betraten sie erstmals gemeinsam die Bühne: Zwölf Abiturienten beziehungsweise Schüler des Max-Reger-Gymnasiums, die sich zum Vokalensemble Vox Aeterna zusammengeschlossen haben, sind nun auf der Karriereleiter einen großen Schritt weiter nach oben geklettert. Zum Meisterkurs des Akademischen Gesangsvereins (AGV) waren sie nach München gefahren. Der AGV hatte zuvor sechs Ensembles aus Deutschland und Österreich ausgewählt, um einen Tag mit den King's Singers aus London, einer der renommiertesten Vokalgruppen weltweit, zu arbeiten.
Dass die jungen Amberger Sänger erst seit einem knappen Jahr miteinander musizieren, war laut einer Pressemitteilung beim Proben der Werke mit Tenor Julian Gregory und Countertenor David Hurley von den King's Singers jedenfalls kein Thema. Angereichert mit viel britischem Humor, ideenvoll und auf höchstem Niveau coachten die Profis aus Großbritannien die Gruppen und halfen dabei, die vorgetragenen Stücke zu perfektionieren. Den Tagesabschluss bildete ein Konzert, das mit über 200 Zuhörern ausverkauft war.

Mit "Unicornis captivatur" von Ola Gjeilo, einem kraftvollen, von seiner Dynamik und harmonischen Vielfalt getragenen Stück, eröffnete Vox Aeterna seinen Vortrag. Von der zweiten A-cappella-Darbietung "Run to you" von Pentatonix (Arlington, USA) war King's-Singers-Bass Jonathan Howard bereits in der Generalprobe derart angetan, dass er den Komponisten des Werks einen Mitschnitt sendete und nach den Konzertbeiträgen bekanntgab: "Gerade habe ich von ihnen eine Antwort bekommen: 'They are amazing!'. So ein Kompliment bekommt nicht jeder. Ihr seid wirklich toll!" Ihren Auftritt beendete die Gruppe mit "I'm a Train" von Albert Hammond, in dem sie akustisch und bildlich einen Zug imitierte.

Bürgermeister Martin Preuß war mit in München und zeigte sich begeistert: "Ihr seid würdige Botschafter unserer Stadt. Amberg ist stolz auf euch." Er wünschte den jungen Leuten weiterhin "viel Freude am gemeinsamen Musizieren".

Das Kulturreferat hatte das Projekt finanziell unterstützt. Michaela Treese, Musiklehrerin am Max-Reger-Gymnasium, und ihr Vater Karl-Heinz Malzer hatten Vox Aeterna auf den Meisterkurs mit vorbereitet und nach München begleitet.

Amberg in der Oberpfalz
13.05.2016
 
Zusatz: 11 von 12 Mitgliedern von Vox Aeterna singen im Jugendchor.
   

Zum Kirchenkonzert in Warmensteinach am Sonntag 20. März 2016 in der Dreifaltigkeitskirche, 17 Uhr
Leider fast keine Presse, nur untenstehende Meldung, obwohl es ein gelungenes Konzert war.
in Ortsnachrichten und amtliche Mitteilungen, Jahrgang 49, Nr. 7
 
 
Am 20. März hatten wir den Jugendchor
des Fränkischen Sängerbunds zu Gast
und hörten ein hoch qualitatives und wunderbares Konzert mit einem abwechslungsreichen Programm. Danke all denen, die sich auf den Weg gemacht haben, um einen musikalischen Hochgenuss zu erleben. Danke vor allem auch denen, die an diesem Tag mehrfach unterwegs waren! 
 

 Zum Kirchenkonzert in Hirschau am Samstag 14. November in der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt  
Übernommen von: http://www.onetz.de/hirschau/lokales/voller-jugendlicher-dynamik-d1155166.html 
 

Jugendchor beschert Zuhörern musikalisches Erlebnis vom Feinsten 

Ein musikalisches Erlebnis vom Feinsten bescherte der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes den gut 200 Besuchern, die zum Konzert in die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt gekommen waren. Glänzende Leistungen boten auch die Instrumentalsolisten aus den Reihen des Chores: Felix Hirn (Akkordeon), Andreas Feyrer (Klavier), Lisa-Marie Holzschuh (Querflöte) und Anna Lottner (Klarinette).

Amberg-Sulzbach/Hirschau. Ein musikalisches Erlebnis vom Feinsten bescherte der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes den gut 200 Besuchern, die zum Konzert in die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt gekommen waren. Gute 75 Minuten lang bot das Ensemble seinen Zuhörern ein abwechslungsreiches Programm, das von Stücken aus der Barockzeit bis hin zu Gospels und Spirituals der Moderne reichte. Unter Leitung des Chorgründers Karl Heinz Malzer bzw seiner Tochter Miachaela Treese bot der Chor sein Repertoire ebenso frisch wie professionell dar und überzeugte durch eine enorme Bandbreite an Dynamik und Ausdrucksfähigkeit.

Seit 1982 treffen sich Jugendliche aus der nördlichen Oberpfalz und Franken zum Jugendchor zu Proben-wochen bzw. Probenwochenenden. Dieses Mal probten ca. 40 Jugendliche in den Räumen des Amberger Max-Reger-Gymnasiums bzw. der Hirschauer Grund- und Mittelschule. Die heterogene Struktur des Chores äußert sich in der musikalischen Vielfalt. Das Band ist die Liebe zur Musik, und genau diese Liebe zum Chorgesang versprühten die Jugendlichen in der Stadtpfarrkirche

Schon beim Einzug der Sänger und Sängerinnen in das Gotteshaus mit dem argentinischen "Santo Santo" imponierte der Chor mit seinem ausgewogenen Gesamtklang. Dirigiert von Karl-Heinz Malzer folgten anspruchsvolle Vokalwerke der Barockzeit für 4-8 stimmigen Chor. Dazu gehörten „Verleih uns Frieden gnädiglich" und „Sei getreu bis in den Tod" von den bekannten Komponisten Heinrich Schütz und Johann Christoph Bach. Diese polyphonen Stücke interpretierte der Chor in sauberer Intonation. Die Koloraturen, die sich durch alle Stimmen zogen, gelangen klar und deutlich, ebenso die Textverständlichkeit.

Im zweiten Block mit romantischen Chorwerken übernahm Michaela Treese den Dirigentenstab. Dynamisch ließ der Chor die Werke von Dmitri Bortnianski, Arnold Mendelssohn und dem dänischen Komponisten Niels Wilhelm Gade erklingen. Zwischen den Chorblöcken glänzten mit Lisa-Marie Holzschuh (Querflöte) und Anna Lottner (Klarinette) - von Andreas Feyrer am Klavier begleitet - Instrumentalsolisten aus den Reihen des Chores.

Holzschuh und Feyrer präsentierten das „Andante Cantabile" aus der 4. Orgelsymphonie von Charles-Marie Widor. Das eingängliche und oft wiederholte Thema wurde von der Flötistin abwechslungsreich gestaltet. Mit ihren warmen und vollen Flötentönen verzauberte sie die Zuhörer. Anna Lottner demonstrierte bei einer Ballade von Niels Wilhelm Gade die große Bandbreie an Ausdrucksmöglichkeiten ihrer Klarinette. Eine Überraschung für das Publikum war Felix Hirn mit seinem klassischen Akkordeon. Mit einer Pastorale des schwedischen Komponisten Torbjörn Iwan Lundquist zeigte er gekonnt, welche vielseitigen Klangfarben aus den Instrument herauszuholen sind.

Karl-Heinz Malzer ist es ein Anliegen, großartige Werke unbekannter Komponisten aufzufüh-ren, die über die Jahrzente und Jahrhunderte verschollen waren. So bot der Chor im dritten Block Werke zeitgenössischer Komponisten dar. Dazu gehörte ein eindrucksvolles Ave Maria des Ungarn Jaakko Mäntiyärvi. Über den Bourdon-Quinten der Bass-Stimmen beteten die Frauenstimmen - den lateinischen Text des Ave Maria überlagernd - während die Tenöre darüber eine Choralmelodie intonierten. Ebenso hervorragend gelang das "Tristis est anima mea" von György Deák-Bardos. Das von seinem Grundgehalt her ernste Stück, das sowohl dynamisch als auch im Tonumfang an extreme Grenzen stößt, beherrschte der Chor meisterhaft und zog damit das sichtlich überwältigte Publikum in seinen Bann.

Im vierten und letzten Chorblock waren Gospels und Spirituals zu hören, darunter „Ride on King Jesus" von Edward Boatner, „I want to go to heaven" von Jozef Karai und „Home on that rock" von Kirby Shaw. Den Mitwirkenden war buchstäblich die Begeisterung ins Gesicht geschrieben. Sie konnten sich sicher sein, den begeistert Applaus spendenden Zuhörern von der ersten bis letzten Minute ein unvergessliches Konzerterlebnis beschert zu haben.  

(von Werner Schulz)

 

 

Zum Kirchenkonzert in Pirk am Samstag 13. Juni 2015 in der Auferstehungskirche um 20 Uhr 

 
Stimme überbringt Botschaft

Fränkischer Sängerbund begeistert in der Auferstehungskirche in Pirk

 

(fz) Mit dem Kirchenkonzert des Jugendchors des Fränkischen Sängerbundes zum Auftakt des Pirkerfests setzten die "Kulturfreunde Pirk" am Samstagabend ein Ausrufezeichen. Herbert Schneider und Karl Prell von den Kulturfreunden präsentierten Vortreffliches. 

Seit 1982 treffen sich Jugendliche aus der nördlichen Oberpfalz und Franken zum Jugendchor vier- bis fünfmal im Jahr sowie zu einer Probenwoche, um geistliche und weltliche Chormusik zu bieten. Die heterogene Struktur des Chores äußert sich in der musikalischen Vielfalt. Das Band ist die Liebe zur Musik, und die Liebe zum Chorgesang versprühten die Jugendlichen in der Auferstehungskirche. Schon der Einzug der Sänger über die Seiten des Gotteshauses mit dem argentinischen "Santo Santo" verdeutlichte den ausgewogenen Gesamtklang. Unter den Dirigenten Karl Heinz Malzer und Michaela Treese brachte der Chor vier- und fünfstimmig A-cappella-Lieder bekannter Komponisten wie Johann Christoph Bach, Bruder von Johann Sebastian Bach, oder Arnold Mendelsohn, Sohn des Vetters von Felix Mendelsohn-Bartholdy. Dazwischen spielten Thomas Falk und Andreas Feyrer auf der Orgel sowie Felix Hirn auf dem Akkordeon, bevor das Finale mit Spirituals wie "Ride on King Jesus", "I want to go to heaven" und "Home on that rock" folgt. "Das ist die Jugend, die ihnen eine Botschaft mit ihrer Stimme überbringt", sagte Dirigent Malzer. 

http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/4620574-127-stimme-ueberbringt-botschaft,1,0.html
 

Zum Kirchenkonzert in Neustadt a.d. Waldnaab am Sonntag 16. November 2014 in der Stadtpfarrkirche St. Georg um 19 Uhr

Musik pur statt Effekte

Die Jugendlichen aus Franken und der Oberpfalz müssen für Proben zum Teil weite Strecken auf sich nehmen. Beim Auftritt in St. Georg klangen sie aber so gut aufeinander abgestimmt, als ob sie schon lange regelmäßig und intensiv miteinander singen . Bild: hbl


Neustadt/WN. (hbl) Als die Stücke, die sie sangen, komponiert wurden, waren die meisten der Jugendlichen, die am Samstag in St. Georg auftraten, noch gar nicht auf der Welt. Um so erstaunlicher, wie sie sich interpretatorisch in Musik und Texte einfühlen konnten, die nicht so viel mit ihrer Lebenswirklichkeit zu tun haben dürften.

Der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes ist schon deswegen eine Besonderheit, da sich bereits seit 1982 Jugendliche aus Franken und der nördlichen Oberpfalz re-gelmäßig vier- bis fünfmal im Jahr treffen, um miteinander zu proben und zu konzer-tieren. Sie nehmen dabei große Entfernungen in Kauf, um bei Aufführungen die eigenen hohen Ansprüche zu erfüllen. 
 
Schon der Einzug zu den Klängen eines argentinischen "Santo, Santo" machte deutlich, was den Chor ausmacht: ein stimmlich ausgewogener Gesamtklang mit glas-klarer Intonation. 

 

Dirigent setzt Akzente

 

Dieser positive Gesamteindruck bestätigte sich im folgenden Programm, das die Musik des 16. bis 20. Jahrhunderts beleuchtete. Es ist unverkennbar ein Verdienst von Chor-leiter Karl-Heinz Malzer, dem Gründer des Jugendchores, dass er jungen Menschen dieses Einfühlungsvermögen überzeugend vermittelt. 
 
So wurde besonders "Remember not Lord" von Henry Purcell mit seiner expressiven Harmonik zu einem ersten Höhepunkt. Die polyphonen Anforderungen eines weiteren Prüfsteins der Chorliteratur - "Verleih uns Frieden" von Heinrich Schütz - meisterte das Ensemble mit ausgewählter Textverständlichkeit. Aber auch die Werke mit zeitge-nössischem Charakter von Randall Thompson, György Deák-Bardos und Arvo Pärt be-eindruckten durch exemplarische Gestaltungskraft und Dramatik. 
Malzer teilt sich seit einigen Jahren die Chorarbeit mit seiner Tochter Michaela Treese. Beide Dirigenten bestechen in familiärer Verbundenheit mit klar verständlicher und ausdrucksstarker Zeichengebung, die 24 Sängerinnen und 15 Sänger minutiös um-setzten. 
So fällt es schwer, eine Komposition aus den weiteren Chorwerken von Bortnianski, Cherubini, Saint-Saëns und Gade besonders herauszuheben. Großes Lob verdient die gelungene Koordination des vorne stehenden Chores mit der einfühlsamen Orgelbe-gleitung von Andreas Feyrer. Ebenso wie Thomas Falk ließ er die vielgelobte Jann-Orgel klangprächtig und virtuos mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Léon Boëllmann erklingen. 
 

Starkes Programmheft

 

Drei Spirituals aus der Feder zweier namhafter Komponisten afro-amerikanischer Herkunft bildeten den leisen und fast in sich gekehrten Abschluss des Konzerts. Einfühlsam und ausdrucksstark, ohne Effekthascherei, rein auf die Musik konzentriert, interpretierte Malzer mit seinem Jugendchor diese musikalischen Preziosen. Der große Applaus des begeisterten Publikums in der gut gefüllten Kirche war mehr als verdient. 
Ein Extralob verdient das aufwendig und höchst informativ gestaltete Programmheft, das seinesgleichen sucht. 
Entnommen aus: http://www.oberpfalznetz.de/.../4384432-127-musik-pur-statt-effekte

 Zum Kirchenkonzert in Kümmersbruck am Samstag 1. Februar 2014 in der Pfarrkirche St. Antonius um 18.45 Uhr

Stimmen von unglaublicher Dynamik

Ein Genuss: Jugendchor des Fränkischen Sängerbunds

konzertiert in Kümmersbrucker Pfarrkirche

 

Kümmersbruck. Im vergangenen Jahr begeisterte er in der Mariahilfberg-Kirche in Amberg. Am Samstagabend in Kümmersbruck, wo über 200 Besucher die Pfarrkirche füllten, war es nicht anders: Den Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes zu erleben, ist immer wieder ein Genuss.

In seiner chorischen Idealbesetzung fasziniert das Ensemble mit 45 jungen Sängern durch eine unglaubliche Dynamik der Stimmen bei einer imponierenden Homogenität des Klangs. Karl Heinz Malzer und Michaela Treese, die Leiter des Chors, haben in Verbindung mit der Stimmbildung von Manuela Spitzkopf ein Ensemble geformt, das Maßstäbe setzt in chorischer Gestaltungskraft, Vielseitigkeit und Konzentration. 

Das Konzert begann mit dem "Santo" eines anonymen Komponisten, mit dem der Chor singend zum Altarraum zog, um sich dort an die aufgestellten Notenpulte zu ordnen. Dadurch wurden die Hände frei für einen intensiven Klang mit zwingender Dynamik. Zu hören waren meist kurze Werke von nicht häufig in Konzerten vertretenen Komponisten. Von vierstimmigen Sätzen bis zur Achtstimmigkeit - die Bandbreite des Chors war fast unerschöpflich. 

Karl Heinz Malzer, der den Chor 1981 gründete und seitdem leitet, führte die jungen Sänger gleich im ersten der drei Programm-Blöcke zu beeindruckenden Präsentationen. "I will praise" von Knut Nystedt (geboren 1915) und "Crucifigatur" von György Deak-Bardos (1905 bis 1991) als Beispiele der "modernen Musik" des 20. Jahrhunderts erklangen in zwingender Gestaltung. 

Mystische Stimmung

Beim "Crucifigatur" setzten die Männer die mystische Stimmung der Komposition beeindruckend um, es entstand eine eindringliche Musik. Fesselnd waren die Chorsätze "Veni Jesu" von Cherubini, "Ave Maria" von Saint-Saens und "Jubilate Deo" von Wilhelm Meyer Lutz (1829 bis 1903), die mit der sensiblen Orgelbegleitung von Wolfgang Herrneder die unterschiedlichen Klangwelten des 18. und 19. Jahrhunderts chorisch umsetzten. Das "Jubilate" machte durch die effektvolle Einstimmigkeit zu Beginn, die sich zu farbiger Polyphonie entwickelt hin bis zum jubelnden Schluss, einen besonderen Eindruck. 

Zwischendurch erklangen Orgelwerke, bei denen Thomas Falk, auch Sänger im Chor, sein Können zeigte. Zunächst das Canonnade des französischen Komponisten Claude-Benigne Balbastre (1724 bis 1799). Dieses effektvolle Werk, in dem ein einprägsames Thema mit verschiedenen Register-Nuancen, bewegten Manual-Läufen und plötzlichen Cluster-Tonschlägen variiert wird, bot der Organist virtuos dar. 

 

Im zweiten Chorblock ließ Karl Heinz Malzer mit "Laudate nomen Domini" von Christopher Tye (um 1505 bis 1572) und "Remember" von Henry Purcell (1659 bis 1695) "alte" englische Komponisten erklingen. Besonders "Remember", wieder mit Orgelbegleitung, fesselte durch die dynamische Entwicklung bis hin zum unerwarteten piano-Schluss. 

Die nächsten Chorsätze standen unter Leitung von Michaela Treese. Mit Leidenschaft dirigierte sie zuerst zwei Werke von Randall Thompson, (1899 bis 1984), nämlich "Glory to God" und "Alleluja". Besonders letzteres war eine faszinierende Darbietung. Bei verhaltenem Beginn forderten schwierige Intervallsprünge hohe Konzentration, plötzliche dynamische Wechsel und die Steigerung zum strahlenden klanglichen Jubel der Soprane erfolgten, bis sich die Musik in die Ausgangsstimmung entspannt. "Seelentrost" von Bülow und das harmonische Reger-Lied "Maria Himmelsfreud" führten zum vier- bis achtstimmigen "Bogoroditse Djevo" von Arvo Pärt (geboren 1935 in Estland), mit dem der Chor Akzente setzte. Thomas Falk spielte an der Orgel brillant den ersten Satz aus dem a-Moll-Concerto von Bach/Vivaldi. 

 

Begeisterung spürbar

Im dritten Chorblock erklangen wieder unter Malzers Leitung Spiritual-Arrangements. Und hier spürte man die Begeisterung der jungen Sänger hautnah. "Deep River" oder "Dig my Grave" und besonders "Ezekiel saw de Wheel" von Harry Thacker Burleigh (1866 bis 1949) brachten bei aller Lockerheit, bei allem Schwung immer wieder die gläubige Emotion dieser Spirituals zum Klingen. Nach dem eindrucksvoll gesungenen "All Trials" ging mit "Ride on King Jesus" dieses faszinierende Konzert zu Ende. Riesen-Applaus für ein ganz besonderes Chor-Erlebnis.

Entnommen aus: http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/4022919-129-stimmen_von_unglaublicher_dynamik,1,0.html
 

   Klanggemälde gehen unter die Haut

 Jugendchor des Fränkischen Sängerbunds gastiert
mit feinem Programm in katholischer Kirche Vohenstrauß. (dob)

Der Jugendchor des Fränkischen Sängerbunds hat am Samstag in der katholischen Stadtpfarrkirche mit einem fein abgestimmten Programm ein fulminantes Gastkonzert gegeben, das weit mehr Besucher verdient gehabt hätte. Die meisten Zuhörer waren aus dem Eltern- und Verwandtenkreis oder aus dem ehemaligen Lehrerkollegium der Sänger zu der einstündigen Aufführung gekommen.

 

Der Jugendchor des Fränkischen Sängerbunds glänzte beim Auftritt in der katholischen Stadtpfarrkirche. Unter Leitung von Karl-Heinz Malzer und Michaela Treese präsentierte das Ensemble Werke großer Komponisten. Bild: dob Unter Leitung von Bundeschorleiter Karl-Heinz Malzer und Michaela Treese sang der Jugendchor verschiedene Werke großer Komponisten. Gesangsunterricht, mehr oder weniger langjährige Chorerfahrung und die Liebe zur Musik sind die Basis für das Können dieser jungen Menschen, die aus Unter-, Mittel- und Oberfranken sowie aus der nördlichen Oberpfalz kommen. 
 

Erster Glanzpunkt

Bereits zu Beginn zeichneten die Sänger ein wunderbares Klanggemälde, als sie mit dem vierstimmigen argentinischen "Santo, Santo" vom Kirchenportal über die beiden Seitengänge aus zum Altar schritten und eine herrliche Atmosphäre ins Gotteshaus zauberten. Damit setzten sie einen ersten Glanzpunkt.

Kraftvoll und mit anhaltender Spannung interpretierten die 33 Sänger Knut Nystedts "I will praise Thee, o Lord". Ohnmacht über die Kreuzigung Jesu war im nachfolgenden "Crucifigatur" förmlich im Kirchenraum zu spüren. Prächtig gelang danach "Ode an Gott". Das "Veni Jesu" des italienischen Komponisten Luigi Carlo Zenobio Salvatore Maria Cherubini mit Orgelbegleitung ließ feinste Nuancen erkennen und ging unter die Haut.  

Welche unterschiedlichen Klangfarben die Kubak-Orgel besitzt, brachte danach der junge Student Thomas Falk bei seinen Kompositionen zur Geltung. Es war eine Sternstunde seines künstlerischen Schaffens. Nicht nur die majestätische Klangpracht der Königin der Instrumente war zu vernehmen, sondern das sensible und wandlungsfähige Instrument, das besondere Stimmungen erzeugt, ließ Falk erstrahlen. Imitierte Pauken, Trommeln, Kanonenschüsse bis hin zu flötenden Vogelstimmen waren aus dieser wunderbaren Musik herauszuhören.

Vergessene Reger-Stücke

Im zweiten Teil des Konzerts zog sich Malzer zu den Sängern zurück und überließ Treese den Dirigentenpart bei fünf Stücken. Darunter war auch Max Regers "Maria Himmelsfreud". Die Marienlieder des Komponisten waren mehr oder weniger vergessen. "Sie verdienen es allemal, der Vergessenheit entrissen zu werden und sollten einen natürlichen Platz im Repertoire für gemischte Chöre finden", meinte Malzer.  

Mit Spiritual-Arrangements schaffte das Ensemble einen würdigen Abschluss. Die Zuhörer dankten für die hochkarätige und lebhafte musikalische Darbietung mit langem Applaus und stehenden Ovationen, die mit einer Zugabe belohnt wurden, bevor der Jugendchor schließlich mit dem "Santo, Santo" auszog.  

"Wir haben eine wahre Sternstunde geistlicher Chormusik erleben dürfen", versicherte eine Besucherin beim Verlassen des Gotteshauses. 

Der Neue Tag: Von (dob)  |  24.09.2013  | Netzcode: 3861854

 Mystisch, homogen und excellent
 
 
 
 Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes begeistert
mit Konzert in der Mariahilfbergkirche

 
Amberg (Helmut Fischer) Das Kirchenkonzert mit dem Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes in der Wallfahrtskirche Mariahilf war ein reiner Genuss, den dieses exzellente Ensemble den Zuhörern in der voll besetzten Kirche bot. Der junge Chor, im idealen Stimmen-Verhältnis von zwei Drittel Frauen zu ein Drittel Männer, singt seine erarbeiteten Werke nicht nur, er lebt sie, er zelebriert sie.

Das Konzert begann mit "Santo" eines anonymen Komponisten, mit dem der Chor singend durch das Kirchenschiff zum Altarraum zog, um sich dort an die aufge-stellten Notenpulte zu ordnen. Dadurch wurden die Hände und die Köpfe frei für einen intensiven und homogenen Chorklang.
Von vierstimmigen Sätzen bis zur Achtstimmigkeit, die Bandbreite des Chores schien fast unerschöpflich. Dabei waren die aufgeführten Werke Arbeitsergebnisse verschiedener Probenwochenenden und einer Probenwoche, die der Jugendchor mit Jugendlichen aus Unter-, Mittel- und Oberfranken sowie der nördlichen Oberpfalz veranstaltet. Und Karl Heinz Malzer, der den Chor 1981 gründete und seitdem leitet, führte ihn gleich im ersten der drei Programmblöcke zu beeindruckenden Präsen-tationen.
"I will praise" von Knut Nystedt (geb. 1915) und "Crucifigatur" von György Deak-Bardos (1905–1991) als Beispiele der modernen Musik des 20. Jahrhunderts ertönten in zwingender Gestaltung. Strahlende Soprane, warme Altstimmen und geschmeidige Männerstimmen prägten den klang, beim "Crucifigatur" setzten die Männer die mystische Stimmung der Komposition beeindruckend um.
 
Die "Ode an Gott" von J. H. Tobler und "Veni Jesu" (mit Orgel von Cherubini) führ-ten in die Musik des 19. Jahrhunderts. Zwischen Chorblöcken erklangen Orgelwerke. Zunächst spielte Andreas Feyrer den 1. Satz aus der gewaltigen Orgelsonate von Alexandre Guilmant.
 
Souveräne Spieltechnik
 
Er brachte dabei durch kluge Registrierung, souveräne Spieltechnik und eleganten Wechsel der Manuale die Faszinationder französischen Orgelromantik nahe, wenn auch nicht verborgen blieb, dass die Orgel der Mariahilfkirche für diese gewaltigen, oft pompösen Klänge etwas zu klein ist.
Dann der zweite Teil, diesmal unter Leitung von Malzers Tochter Michaela Treese. Lebhaft und mit Leidenschaft dirigierte sie zuerst zwei Werke von Randall Thompson (1899–1984), "Glory to God" und dann "Alleluja". Besonders das "Alleluja" war eine faszinierende Darbietung. Bei verhaltenem Beginn forderten teilweise schwierige Intervallsprünge sängerische Konzentration, wobei plötzliche dynamische Wechsel und Steigerung zum strahlenden klanglichen Jubel der Soprane erfolgten, bis sich die Musik in die Ausgabgsstimmung entspannt.
"Seelentrost" von Bülow und das schlichte, harmonisch so reizvolle Reger-Lied "Maria Himmelsfreud" führten zum vier- bis achtstimmigen "Bogodoritse Djevo" von Arvo Pärt (geb. 1935 in Estland), mit dem der Chor noch einmal erstaunliche Akzente setzte in der teilweise parlierenden Mehrstimmigkeit.
Dann spielte Thomas Falk Orgel. Mit dem "Lied" von Louis Vierne brachte er fast andächtige, wohltuend schlicht gespielte Klänge der französischen Orgelromantik eindrucksvoll zum Klingen und überzeugte anschließend mit beweglicher Virtuosität und differenzierter Registrierung bei der "Toccata in Seven" von John Rutter.
  
Voller Begeisterung

Im dritten Block wurden dann wieder unter Malzers Leitung Spiritual-Arrangements gesungen. Und auch hier spürte man die Begeisterung der jungen Sänger. "Dig my Grave" von Harry Thacker Burleigh, in dem leicht, fast spielerisch geführte Soprane die Musik atmen ließen bis hin zur leidenschaftlichen Klangfülle. Mit "Ezekiel saw the Wheel" liefen sie noch einmal zu großer Form auf, bevor mit "Ride on King Jesus" dieses faszinierende Konzert zu Ende ging. Es gab Riesenapplaus für ein ganz beson-deres Chor-Erlebnis.

Aus: Amberger Zeitung vom 4./5. Mai 2013

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Singen hat Zukunft

Chöre des Fränkischen Sängerbundes begeistern bei großem Geburtstagskonzert in Pleystein 350 Besucher
 
Pleystein. (tu) In den Genuss eines geistlichen Konzerts der Spitzenklasse kamen am Samstag in der Stadtpfarrkirche St. Sigismund 350 begeisterte Besucher aus Anlass des 70. Geburtstags des Bundeschorleiters des Fränkischen Sängerbundes (FSB) Karl-Heinz Malzer. Insgesamt 100 junge Sänger des FSB-Jugendchores sowie des Chores "Mixtura Cantorum" präsentierten in drei Blöcken eineinhalb Stunden lang unter Malzers exzellenter Stabführung a cappella ein Programm von sakraler Musik mit sehr hohem Niveau. 
 
Die aufgeführten Chorwerke sind Arbeitsergebnisse verschiedener intensiver Proben-Wochenen-den. Das gemeinsame Band, das die jungen Sänger aus Süddeutschland fesselt, ist die Liebe zur Musik, nachhaltig gefördert von ihrem großen Mentor Malzer. Er gründete 1981 zusammen mit seiner Frau Renate den Jugenchor und 1992 auf Wunsch der älter gewordenen Sänger den Nachfolge-Chor "Mixtura Cantorum". 

Den ersten Part bestritt der Jugendchor mit seinen 40 hochmotivierten Aktiven, die eine stilistisch überaus vielseitige Programmfolge erklingen ließen. Die klaren, ja glockenreinen Stimmen brachten zur Ouvertüre zuerst dynamisch "Cantemus - quia cantare bonum est" - "Lasst uns singen, denn Singen ist gut" von Ilze Arne zu Gehör und anschließend den gregorianischen Gesang "Bogoroditse Djevo - Gottesgebärerin Jungfrau" von Arco Pärt, wobei die Tonhöhen maximale Wirkung erreichten.  

Ave Maria 

Die sensibel geformten Melodie- und meisterlich weit geschwungenen Spannungsbögen kamen auch beim "Lobet den Herrn" von Knut Nystedt, einer Komposition mit einem modernen Stil, gewachsen aus den Wurzeln alter Musik, nachhaltig zum Ausdruck. Im "Ave Maria" von Jaako Mäntiyärvi sprachen die Frauenstimmen ruhig und einstimmig dieses bekannte Mariengebet, wirkungsvoll eingehüllt von dem sonoren Klang der Männerstimmen. Dann dominierten zwei Spiritual-Arrangements, so temperamentvoll "Ride on King Jesu" von Edward Boatner und dann der Klassiker "All my trials" von Norman Luboff mit wundervollen Harmonien und üppig klingenden Akkorden. Im Anschluss ertönte von der Chorempore das "Concerto X" von Pietro Morandi, auf der Orgel meisterlich gespielt von Kirchenmusiker Tobias Kerscher. 
 
Den zweiten Part gestaltete die FSB-Chorgemeinschaft "Mixtura Cantorum", die sich aus 60 ehemaligen Mitgliedern des Jugendchores zusammensetzt. Schon der von klanglicher Pracht durchsetzte Auftakt mit "Wie bist du doch schön" von Edvard Grieg unterstrich den über-durchschnittlichen Leistungsstand. Nach dem getragenen und sich emotional steigernden "Wan-derers Nachtlied" von Hans Koessler durchzogen facettenreich "Drei geistliche Gesänge" von Alfred Schnittke sowie mit einer immer dichter werdenden Klangfülle das dreiteilige "O salutaris hostia" von Vytautas Miskinis das mächtige Kirchenschiff, das mit seiner hervorragenden Akustik den passenden äußeren Rahmen für diesen kulturellen Leckerbissen bot.

Mehrere melodische Höhepunkte enthielt die expressive Mitternachtsmette "O magnum mysterium" von Javier Busto Sagrado, ehe Organist Kerscher die Kompositionen "Grand Plein Jeu - Dialogue - Flutes - Toccata" von Eugenio Maria Fagiani und "Noel provencal" von Michel Corrette auf der Orgel machtvoll erschallen ließ.
 Huldigung der Muttergottes

Im dritten Abschnitt traten die beiden Chöre gemeinsam auf, und damit verbunden war eine weitere qualitative Steigerung des ohnehin schon fast perfekten Levels. Der 100-köpfige Klangkörper huldigte die Gottesmutter mit den ins Gemüt gehenden Liedern "Maria, Himmelsfreud'" und "O Maria, sei gegrüßt" von Max Reger sowie "Ave Maria - Angelus Domini" von Franz Biebl. Jubilierend intoniert wurde die heiter und fröhlich gestimmte Motette "Cantate Domino" von Vytautas Miskinis.

Mit fein differenzierter Dynamik und ausgefeiltem Chorklang sangen die Akteure das von Sehnsucht und Übersinnlichkeit geprägte Werk "Immortal Bach - Komm, süßer Tod" von Knut Nystedt. Im krönenden Finale zogen die Sänger mit dem melancholisch-verträumten Spiritual-Arrangement "Deep River" von Henry Thacker Burleigh nochmals alle Register des breit-gefächerten Könnens. 

Geburtstagsgeschenk  
Vom Anfang bis zum Schluss vermittelten die jungen Leute im neugotischen Gotteshaus den Eindruck, dass das Singen Zukunft hat, wenn solch vorbildlich engagierte, leistungsfähige und lernwillige Sänger von qualifizierten Dirigenten an wertvolle Literatur herangeführt werden. Dass Malzer seit Jahrzehnten zu jenen Chorleitern gehört, die nichts dem Zufall überlassen, zeigte sich einmal mehr bei diesem Gastspiel des gebürtigen Pleysteiners in seiner ehemaligen Heimatgemeinde, der er mit diesem musikalischen Ohrenschmaus ein Geschenk machte. 

Präzises gesangstechnisches Handwerk, stabile Intonation, vorbildliche Diktion und detaillierte Absprachen zur Interpretation, alles Ziele harter Probenarbeit, wurden konsequent umgesetzt. Nach minutenlangem Applaus folgte noch eine Zugabe.

Aus: Der Neue Tag vom 11.12.2012
Übernommen von Oberpfalznetz.de> Lokales > Kreis Neustadt/WN > Singen hat Zukunft

Jugendchor und Chor des Bayerischen Rundfunks

Sonderkonzert des Sängerbundes
Nürnberger Nachrichten: 24. April 2012, Seite 3 "Kultur und Freizeit in Nürnberg"

…Nach der Pause ist der bestens aufgestellte und mit fast unerhört konstanter Präzision agierende Jugendchor des Sängerbundes am Zuge. Die Auswahl von jungen Sängerinnen und Sängern aus dem gesamten Frankenland (eigene Bemerkung: und der Oberpfalz) hängt Karl Heinz Malzer, dem Gründer des Chores vor mehr als 30 Jahren, an den Lippen, reagiert auf jede noch so feine Geste und lässt sich von seinem hingebungsvollen Dirigat durch die Stücke von Ilze Arne, Arvo Pärt, Knut Nystedt, György Deák-Bárdos, Vytautas Miškinis und durch die Gospel-Arrangements (eigene Bemerkung: das sind Spiritual-Arrangements, wie im Programm deutlich herausgestellt wurde) von Jester Hairston, Edward Boatner und H. T. Burleigh führen…

BILD

 Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes

 

BILD

Peter Dijkstra und Karl Heinz Malzer 



Jugendchor war zu Gast

Konzert
Abwechselnd mit Organist Harald Bäumler verzauberte er
Zuhörer in der Wallfahrtskirch Habsberg.

Der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes hat in der Wallfahrtskirche "Maria, Heil der Kranken" am Habsberg ein Konzert gegeben. Damit hat für den überregionalen, von der Bayerischen Staatsregierung geförderten Chor mit Jugendlichen aus Franken - vor allem aber der nördlichen Oberpfalz - die jährliche Probenwoche gestartet. Dabei werden neue Chorwerke erarbeitet und die Gemeinschaft intensiv gelebt.  

Von Archimandrit Dr. Andreas-A. Thiermeyer begrüßt zogen die Jugendlichen mit "Santo, Santo", einem argentinischen Liede, in die Kirche ein und verzauberten die Zuhörer über eine Stunde lang mit ihrem anspruchsvollen Programm.  

Der Jugendchor spann seinen Bogen von schlichten, kraftvollen Sätzen von Tobler oder Reger zu schwierigen, klangvollen Schöpfungen von Hauptmann oder Rossini, die von großer klanglicher Homogenität getragen waren. Werke, die nach subtiler, expressiver Dynamik und unendlichen Atemvermögen verlangen - wie das "Ave verum" von Gounod oder "Send for thy light" von Balakirev - ließen die Zeit stillstehen.

Mit "Crucifigatur" von György Deák-Bardos oder "I will praise Thee" von Knut Nystedt wurde moderne Chorliteratur mit spielerisch anmutender Leichtigkeit gemeistert. Der letzte Teil des Konzertes war den Spirituals vorbehalten. "Little David" von Jozsef Karai mit Solotenor Christoph Baierl, "All my Trials" in einer Fassung von Norman Luboff sowie "Deep River" von Harry Thacker Burleigh verströmten tiefe religiöse Inbrunst und Intensität.  

Die Chorblöcke wechselten sich ab mit Orgelwerken, zum Beispiel der "Toccata in C" sowie der "Aria Sebaldina" von Johann Pachelbel - virtuos gespielt von Harald Bäumler an der Orgel. Mit seiner abwechslungsreichen Registrierung entlockte er dem Instrument vor allem im "Psalm Prelude" von Andrew Fletcher zahlreiche Klangfarben. Mit "Ride on, King Jesus", einem packenden, klangvollen Spiritual und der Zugabe "Du lässt den Tag, o Gott, nun enden" endete das Konzert.

Neumarkter Tagblatt, 21./22. April 2011 

 


 
Mit leuchtenden Stimmen gesegnet

 

Kirchenkonzert der Extraklasse: Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes
überzeugt in Rothenstadt

Rothenstadt. (rdo) Die Stunde voller Kirchenmusik verging viel zu schnell: Das Konzert des Jugendchores des Fränkischen Sängerbundes in der Kirche St. Marien in Rothenstadt geriet zum unvergesslichen Erlebnis. Unter Leitung von Karl Heinz Malzer und Michaela Treese bot das Ensemble Chormusik auf höchstem Niveau. Unter der Leitung von Karl Heinz Malzer glänzte der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes mit farbenreicher und differenzierter Klanggestaltung und ausgezeichneter Intonation. Das begeisterte Publikum dankte mit stehenden Ovationen.

Zu Beginn zog der Chor mit dem feierlichen "Santo Santo" ein. Klar gezeichnete Bassstimmen, gepaart mit strahlendem, nie stählernem tenoralem Glanz erklangen in perfekter Balance mit den leuchtenden Sopranen und den samtweichen Altstimmen. Den Blick immer fest zum Dirigenten gerichtet, meisterte der 40-köpfige Jugendchor die anspruchsvollen Chorwerke souverän. Das Werk "Herr, ich schrei zu dir" von Moritz Hauptmann interpretierte er unter dem Dirigat von Michaela Treese mit überzeugender Ausstrahlung und gestalterischer Kraft. Jedes einzelne Wort artikulierten die Chorsänger genau. Überhaupt muss die Textverständlichkeit - deutsch, lateinisch, englisch - während des gesamten Konzertes als überragend bezeichnet werden. Hier manifestierte sich die Arbeit der Stimmbildner Manuela Spitzkopf und Martin Popp. 

Erfreut hat auch Malzers Liedauswahl von chorisch nicht sehr bekannten, aber musikalisch ausdrucksstarken Werken. Darunter wenig bekannte Komponisten wie Heinrich Tobler, Percy Jackman, Mily Balakirew, aber auch Cherubini, Rossini, Gounod und Spiritualbearbeiter Thacker Burleigh. Zwei Marienlieder von Max Reger gehörten ferner zum Repertoire. In spielerischer Leichtigkeit und formschönen Bögen erklangen "Maria, Himmelsfreud" und "O Maria, sei gegrüßt" in der Rothenstädter Pfarrkirche, die auch der Heiligen Mutter Gottes geweiht ist. 

Gänsehaut bei Spirituals

Gänsehaut-Feeling erzeugten die Spirituals "All My Trials" von Norman Luboff und "Deep River" von Harry Thacker Burleigh. Im Satz "Little David" von József Karai war die Geschichte des kleinen Hirtenjungen Davids, der Goliath getötet hat, fast schon greifbar, wozu auch der "erzählende" Tenorsolist Christoph Baierl beitrug. Organist Harald Bäumler demonstrierte sein ausgezeichnetes Können mit Werken von George Saint-George, Dietrich Buxtehude und Louis James Alfred Lefébury-Wely, die er in gut durchdachter Registration und klaren Tempi interpretierte. 

Die zahlreichen Besucher zeigten ihre Begeisterung durch lang anhaltende stehende Ovationen. "Du lässt, o Herr, den Tag nun enden und breitest Dunkel übers Land. Wir waren heut in deinen Händen, nimm uns auch jetzt in deine Hand", hieß es in einer Textzeile der Zugabe, mit der die jungen Sänger die Besucher in die Nacht entließen.

ROTHENSTADT - Von (rdo)   Der Neue Tag 19.01.2011    


 
Stehende Ovationen für junge Sänger 
 
Nachwuchschor des Fränkischen Sängerbundes singt in
Pleystein 1131 Euro für "Lichtblicke" ein
 
Pleystein. (bey) Ein Chorkonzert auf hohem Niveau erlebten rund 400 Besucher am Sonntagnachmittag in der Stadtpfarrkirche St. Sigismund. Der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes sang zugunsten der NT-Hilfsaktion "Lichtblicke".

Dem Leiter des Chores, Karl-Heinz Malzer, ein gebürtiger Pleysteiner, gelang es in Perfektion, die Stimmen der 25 jungen Sängerinnen und 17 Sänger zu einem grandiosen Klangkörper zu verbinden. Die begeisterten Besucher dankten am Ende nach mehreren Zugaben mit stehenden Ovationen für einen musikalischen Genuss der Sonderklasse. 

Gänsehaut-Feeling

Für die "Lichtblicke" wurden in den Sammelkörbchen 1081,70 Euro gezählt. Bürgermeister Johann Walbrunn und Landrat Simon Wittmann stockten um 30 Euro auf, um eine schöne runde "Schnapszahl" zu erreichen. Aber ein junges Chormitglied legte nochmals weitere 20 Euro dazu, so dass es zum Schluss 1131,70 Euro waren, die "Lichtblicke" gerade in der Vorweihnachtszeit die Erfüllung der Aufgaben erheblich erleichtern. 

Das Konzert begann mit einer Überraschung. Der Chor betrat vom Ausgang her, verteilt in zwei Reihen, über die beiden seitlichen Kirchenschiffe das Gotteshaus, um sich dann vor dem Altar zu vereinen. Während des Einzugs sang der Chor a capella "Santo Santo", in der Lautstärke ansteigend. Dieser Klang allein schon sorgte für regelrechtes Gänsehaut-Feeling. Landrat Simon Wittmann, der seine erkrankte Ehefrau und Schirmherrin der Aktion "Lichtblicke" vertrat, bezeichnete das von jungen Menschen präsentierte Konzert als Zeichen dafür, dass immer noch große Bereitschaft bestehe, künstlerisches Können mit dem Sammeln von Geld für die Hilfe anderer Menschen zu verbinden. Die Aktion "Lichtblicke" sei gerade in der Weihnachtszeit gefordert, Freude zu bereiten. 

Attraktives Programm

Der Jugendchor sang Kirchenmusik zeitgenössischer Komponisten, Orgelstücke und Solistenvorträge bereicherten das über einstündige Programm. Zu Beginn hatte die Chorleitung Michaela Treese übernommen. 

Der Jugendchor, der im wahrsten Sinne musikalisch von Malzer und der von ihm ausgehenden Faszination lebt, gefiel vor allem durch die absolute Deutlichkeit in seinem Gesang und Ausdruck. Jede Sängerin, jeder Sänger ist für sich allein schon ein Solist. In der Gesamtheit ergibt sich ein Ensemble, das deutliche positive und differenzierende Akzente in diesem Musiksegment setzt. 

PLEYSTEIN Von (bey) Der Neue Tag 16.11.2010

 


Eine Wucht, dieser Chor

Jugendliche des Fränkischen Sängerbunds glänzen bei Konzert in St. Ulrich

Wilchenreuth. (pap) Einen weiteren Höhepunkt zur Erinnerung an die Grundsteinlegung der Ulrichskirche vor 100 Jahren war das Festkonzert des Großen Jugendchores des Fränkischen Sängerbunds. Die 27 Frauen und 17 Männer zwischen 13 und 28 Jahren traten trotz ihres jungen Alters bereits äußerst versiert auf.

Mit Sabrina Dürckheim aus Wilchenreuth, Julia Käs und Stefan Landgraf aus Edeldorf sang auch ein Trio aus der Gemeinde Theisseil mit. Das Ensemble war von Chorleiter Karl- Heinz Malzer bestens eingestellt. Schon beim Einzug jedes Einzelnen in die Kirche mit "Santo, Santo" aus Argentinien konnten die vielen Besucher spüren und hören, wie gut die jeweiligen Stimmen sind. Am Altar vereinigten sie sich schließlich zu einem voluminösen Chor. 

Mit einer inbrünstigen Leidenschaft auf höchsten Niveau sangen die jungen Leute Lieder wie "Herr, ich schrei zu dir" von Moritz Hauptmann, "Ave verum" von Charles Gounod, "Maria, Himmelsfreud" von Max Reger oder das "Ave Maria" von Camille Saint-Seans als Duett mit Sopranistin Julia Wagner und Evi Portner (Alt). Auch bei Internationalem wie "I will praise thee, o Lord" von Knut Nystedt, "All My Trials" von Norman Luboff, oder"Ride on King Jesus" von Edward Boatner zeigte der Jugendchor sein ganzes stimmliches Potenzial. 

 

Was in der Wilchenreuther Orgel steckt, offenbarte Tobias Kerscher, der Werke von Josef Haydn oder Josef Rheinberger zum Besten gab. 

 

Mit dem Schlusslied "Du lässt, o Herr, den Tag nun enden" und einen lang anhaltenden Applaus endete ein Konzert der Superlative. 

(Der Neue Tag, Wilchenreuth, 20. Oktober 2010; pap)


Magie im Spiel

Nordgautag: Festliches Konzert mit Oberpfälzer Komponisten

Amberg. (Marielouise Scharf) Welche kulturellen Höhepunkte so ein Nordgautag doch für die Besucher bereit hält - und das meist zum Nulltarif. Da ist es gar nicht so leicht, sich zu entscheiden: Konzerte hier, Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen da. Jedenfalls waren die Besucher des Chorkonzerts am Samstagabend im Kongregationssaal mehr als begeistert. Die Beifallsbekundungen für dieses überaus gelungene, mitreißende festliche Konzert mit Werken von Oberpfälzer Komponisten wollten nach knapp zwei Stunden kein Ende nehmen.

Mit besonderer Inspiration

Dabei waren sie alle geschafft, die Sängerinnen und Sänger, die Musikerinnen und Musiker und vor allem der fantastische musikalische Leiter Karl-Heinz Malzer. Wie ein großer Magier zauberte er mit seinem stimmlich hervorragend geschulten Gemeinschaftschor (Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes und Mixtura Cantorum) Musik vom Feinsten. Das Besondere war nicht allein die Präzision, die fantastische Sprachbeherrschung, die Musikalität - diese Eigenschaften kann man auch anderen Chören bescheinigen. Nein, das Besondere war die Inspiration, mit der die alten Meister wie Georg Forster, Caspar Othmayr und Andreas Raselius genauso frisch und jung gesungen wurden, wie ein Max Reger oder, ganz besonders beeindruckend, Franz Biebl. Das siebenstimmige "Ave Maria - Angelus Domini" mit dem feierlichen Amen am Ende, das ging schon unter die Haut. Das Erfolgsrezept von Maestro Malzer: Mit großen Gesten zu großer Leistung, mit Feingefühl zu feinen Nuancen, mit Temperament zu temporeichen Passagen.

Bisher unveröffentlicht

So agierte er auch bei der Re-Uraufführung nach etwa 200 Jahren, der "Missa solennis in Es" von Franz Gleißner. Mixtura Cantorum erarbeitete zusammen mit dem Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes diese bisher unveröffentlichte Messe des Oberpfälzer Komponisten Franz Gleißner (1761-1818). Der musikalische Leiter dieses Projekts, Karl-Heinz Malzer, der sich schon seit seinem Studium mit Gleißner auseinandersetzt, stieß in verschiedenen Archiven auf die Aufzeichnungen.

Nicht nur Komponist und Hofmusiker am Münchner Hof, auch Sänger und Verfasser eines Mozartverzeichnisses und Miterfinder des lithographischen Notendrucks war der 1761 in Neustadt an der Waldnaab geborene Gleißner.

60-köpfiger Chor

Nun wurde mit sensiblem Gespür die Musik ausgelotet und mit Elan und Herz ein feiner Orchesterklang gezaubert. Die äußerst engagierten Musiker der Orchestergemeinschaft der Berufsfachschule für Musik und der Volkshochschule Amberg-Sulzbach (Leitung Dieter Müller) begeisterten bei diesem Konzertereignis auf hohem Niveau. Die Aufführung lebte von der ungeheuren Spannung, die vom ersten bis zum letzten Ton durchgehalten wurde. Der mehr als 60-köpfige Chor, das Orchester mit Violinen, Bratschen, Celli und Kontrabässen, mit Hörnern und Continuo-Orgel (Tobias Kerscher) und natürlich die Solisten: Manuela Spitzkopf (Sopran), Susanne Zippe (Alt), Stefan Grünfelder (Tenor) und Martin Popp (Bass) trafen sich zu einem großen Auftritt. Sauber, sicher und souverän setzten sie die passenden Akzente. Federnde Leichtigkeit und beinahe fröhliche Rhythmen wechselten mit ernsten Choralklängen und archaischen Tonformationen. Ein liturgisches Werk, das vom Kyrie bis zum Agnus Dei ein sehr individueller, musikalischer Lobpreis der göttlichen Herrlichkeit wurde. Vom allerersten Moment an waren alle Mitwirkenden präsent und konzentriert. Das Zusammenspiel lief harmonisch, die Interpretation perfekt, die dramaturgische Gestaltung kam voll zur Geltung. So entstand ein in sich stimmiges Konzert, das mit Begeisterung aufgenommen wurde.

Der Neue Tag, 16. Juni 2009

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

Glänzende Perle vom Staub befreit

 Stehende Ovationen für die glanzvolle Wiederaufführung von
Franz Gleißners Missa solennis Es-Dur

Neustadt/WN. (Andrea Prölß) "Einen Mann von Kenntnis und wahrem musikalischen Gefühle", den wünschte sich Franz Gleißner 1793 für die Aufführung seiner Messen. Und den hat er gut 200 Jahre später in Karl-Heinz Malzer auch gefunden. Gleißners leichtgängige Musik und Malzers gewichtige Chorerfahrung vereinten sich am Sonntagnachmittag zu einem rundum gelungenen, stimmigen Konzerterlebnis.

Mehr noch. An historischer Stätte, in der voll besetzten Pfarrkirche von Neustadt/WN, wo Franz Gleißner am 6. April 1761 getauft wurde, wurde nicht nur dessen Missa solennis Es-Dur wiederaufgeführt. Es wurde dem Publikum auch in beeindruckender Weise vor Augen geführt, welchen "guten Fang" man mit diesem namhaften Sohn der Stadt gemacht hat. Anders als die schwer vermittelbare Musik Max Regers, musikalisches Aushängeschild der Stadt Weiden, zeigt sich die Musik des Mozart-Zeitgenossen Gleißner als äußerst werbewirksam.

Frisch und lebendig

"Leicht und geschmackvoll", lobte die Presse zu Gleißners Lebzeiten. Selbige Attribute treffen auch für die von Malzer wiederentdeckte Missa solennis Es-Dur zu. Leicht im allerbesten Sinne von "frisch" und "lebendig" kam diese beim Publikum an. Auch wenn es dem historisch informierten Musikfreund beim Anblick des gewaltigen Chorapparats die Sprache verschlagen würde.

Es zeugt von Malzers "Kenntnis und musikalischem Gefühle", dass er die 100-köpfige Chorvereinigung von Kirchenchor St. Georg sowie Jugendchor und Mixtura Cantorum (zwei Chöre des Fränkischen Sängerbundes) zu einem wunderbar homogenen Ganzen vereinigte. Welch gut geschultes Sängerpotenzial ihm dabei zur Verfügung stand, demonstrierten die Chöre zu Konzertbeginn mit A-cappella-Chorsätzen von Andreas Raselius, Johann August Södermann, Max Reger und Camille Saint-Saëns. Einen ersten Höhepunkt setzte man dabei mit Franz Biebls siebenstimmigem "Ave Maria", dessen anrührend neoromantische, klangprächtige Tonsprache Franz Gleißner beinahe die Schau gestohlen hätte.

Dennoch: Mittelpunkt des Interesses war die spannungsvoll erwartete "Wieder-Uraufführung" von Gleißners Missa solennis Es-Dur für Chor und Orchester. Natürlich muss die Musikgeschichte mit deren Wiederentdeckung nicht neu geschrieben werden, natürlich fehlen die Mozart'schen Genie-Blitze.

Aber herrlich pulsierende Tutti-Streicherfiguren, kunstvoll geführte Chor-Fugati, dramatische Stimmungswechsel und ein bezauberndes Sopran-Alt-Duo im Benedictus "adeln" Gleißner als einen mit "allen Wassern gewaschenen" Komponisten seiner Zeit. Durchaus angebracht waren am Ende die stehenden Ovationen der mehr als 400 Besucher.

Ein wohlverdientes Dankeschön ging an Dirigent und Organisator Karl-Heinz Malzer, Chorsänger, Orchester (Berufsfachschule Sulzbach-Rosenberg und VHS Amberg), an die Solisten Susanne Zippe (Alt), Stefan Grünfelder (Tenor) und Martin Popp (Bass) - und an Sopranistin Manuela Spitzkopf, die trotz schwerer Erkältung mit heller und klarer Stimme Gleißners Missa solennis strahlende Glanzlichter aufsetzte.

Der Neue Tag, 16. Juni 2009

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

 
Und wer war Franz Gleißner?
 
Oberpfälzer Komponisten in Amberg

Amberg. (Thomas Göttinger, MZ) Schon mal was von Caspar Othmayr gehört? Von Georg Forster, Johann Knöfel oder Franz Gleißner? Andreas Raselius kennt man immerhin, seiner Regensburger Stadtchronik wegen. Zur Not auch den 2001 verstorbenen Franz Biebl. Und auf jeden Fall den großen Max Reger. Sie alle sind Oberpfälzer Komponisten oder haben zumindest einen starken Bezug zur Oberpfalz. Und sie alle waren am Wochenende Teil des 38. Bayerischen Nordgautages in Amberg. Auf den Programmzetteln jedenfalls.

In zwei Konzerten widmete man sich den zum Teil weitgehend in Vergessenheit geratenen Namen. Der Höhepunkt dabei: Die Re-Uraufführung nach rund 200 Jahren von Franz Gleißners „Missa Solennis in Es“ – passenderweise im mit Hochaltar und Kanzel bestückten Kongregationssaal des ehemaligen Jesuitenkomplexes.
Gleißner war 1761 in Neustadt an der Waldnaab zur Welt gekommen und hatte sich zunächst als Militärmusiker im Regiment des Herzogs Maximilian von Zweibrücken sowie als Kontrabassist in der Münchner Hofkapelle einen Namen gemacht. Berühmt wurde er aber, weil er Alois Senefelder bei der Entwicklung der Musiklithografie unterstütze. Gleißners „Feldmarsch der Churpfalzbayer’schen Truppen“ war 1796 der erste Druck dieser Art überhaupt. Ebenfalls interessant: Das thematische Verzeichnis von Mozarts Werken, das er nach 1799 erstellte, sollte eine der Grundlagen für das Köchelverzeichnis werden.

Noch später, wahrscheinlich um 1809 herum, ist Gleißners Messe in Es entstanden, die der aus Pleystein stammende Dirigent und Musiklehrer Karl-Heinz Malzer nun zusammen mit seiner „Mixtura Cantorum“, dem Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes und der Orchestergemeinschaft der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg wieder ausgegraben hat. Ein ganz in seiner Zeit verhaftetes Werk, sicher, aber vom imposanten Chor mit derartiger Klarheit und farblichem wie dynamischem Facettenreichtum dargeboten, dass man sich für diesen Franz Gleißner durchaus erwärmen konnte.

Mittelbayerische Zeitung, 14. Juni 2009

Übernommen von www.mittelbayerische.de

Klare Stimmen und saubere Töne

Benefizkonzert des Jugendchors des Fränkischen Sängerbundes in der Stadtpfarrkirche

Tirschenreuth. (heb) Der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes e.V. gab am Samstagnachmittag ein beeindruckendes Benefizkonzert in der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt. Unter Leitung von Michaela Treese und Karl-Heinz Malzer bot der gemischte Chor ein sehr abwechslungsreiches Programm aus verschiedenen Jahrhunderten. An der Orgel zeigte Tobias Kerscher sein Können. 


Der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes führt im Jahresrhythmus verschiedene Probenwochenenden und eine komplette Probenwoche durch. Dabei treffen sich Jugendliche aus Unter-, Mittel- und Oberfranken sowie der nördlichen Oberpfalz zum gemeinsamen Singen und Arbeiten. Die beachtlichen Ergebnisse dieser gemeinsamen Probenarbeit werden dann der Öffentlichkeit vorgestellt.

Am Samstag brillierte der Jugendchor mit einem ausgefeilten und wunderbar vorgetragenem Programm. Schon der Einzug des Chores mit dem bekannten "Santo, Santo" eines anonymen Komponisten aus Argentinien überraschte die Zuhörer. Geteilt in zwei Gruppen zogen die Sänger und Sängerinnen nacheinander einzeln entlang den beiden Seiten des Kirchenschiffes zum Altar. Die Stimmen, vom Eingang nach vorne zum Altarraum klingend und langsam anschwellend, vereinigten sich vor dem Altar und verbreiteten eine wundervolle festliche Atmosphäre. Auch die klaren Stimmen und sauberen Töne der nachfolgenden Stücke zeigten das große Potenzial des Nachwuchschores. Nur schade, dass nicht mehr Zuhörer den Weg zu diesem phantastischem Konzert gefunden hatten.

Der Neue Tag, 28. Oktober 2008

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

Spannung und stehende Ovationen

 

Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes bietet in St. Emmeram
eine Sternstunde des Gesangs

Windischeschenbach. (ab) Diesen Abend werden die über 150 Besucher nicht so schnell vergessen. Sie waren der Einladung zum Kirchenkonzert in die Stadtpfarrkirche St. Emmeram gefolgt, in der der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes eine Sternstunde des Gesangs bot.

Über 30 junge Sänger aus Unter-, Mittel- und Oberfranken und aus der nördlichen Oberpfalz präsentierten ein geistliches Konzert mit einem äußerst anspruchsvollen Repertoire an bekannten und berühmten Chorwerken. Schließlich setzten Tobias Kerscher an der Orgel und Roland Assion (Trompete) mit berühmten Instrumentalkompositionen dem Konzert die Krone auf. Eineinhalb Stunden, in denen die Zuhörer die Seele baumeln lassen konnten und der Chor sich über stehende Ovationen freuen durfte.

Allein schon der Einzug der Sänger in das Gotteshaus ließ die Spannung steigen. Unter den Dirigenten Karl-Heinz Malzer und Michaela Treese bot der Jugendchor Chorgesang auf höchstem Niveau. Ob das "Ave verum" von Charles Gounod, das "Maria, Himmelsfreud" von Max Reger, oder die flott und mitreißend gesungenen Lieder "Poor man Lazarus" von Jester Hairston, "Deep River" von Harry Thacker und "I Want To Go To Heaven" - mit kraftvollen Stimmen und äußerster Sicherheit meisterten die Sänger ihre Aufgaben.

Zwischen den Chorwerken immer wieder die ausfüllende und getragene Orgelmusik von Tobias Kerscher, teilweise auch von Roland Assion auf der Trompete begleitet. Besonders beeindruckend dabei das "Trumpet Voluntary" von John Stanley, und die "Orgel-Fantasie" aus "Hommage Frescobaldi" von Jean Langlais. Eine so außerordentliche Gemeinschaftsleistung, wie sie der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes erbringt, kann nur durch langfristige und ausdauernde Arbeit erreicht werden. Das bedarf aber auch entsprechenden Finanzen.

Die Arbeit des Chores wird deshalb von einem Förderverein unterstützt. So soll ermöglicht werden, dass jungen und talentierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Zugang zur Chormusik nicht schon aus finanziellen Gründen verwehrt bleibt. Deshalb gründeten am 18. März ehemalige und aktive Sänger einen Förderverein, den jeder mit einem Jahresbeitrag, mit einer regelmäßige Spende oder mit einem einmaligen Obolus unterstützten kann.

Der Neue Tag, 13. Juni 2008

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

 Tragik und Zuversicht klingen noch lange nach

Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes e.V. und Organist Tobias Kerscher gastieren in Vohenstrauß

Vorhenstrauß. (Christine Walbert) "Vernimm meine Stimme und höre, wenn ich dich anrufe", sang der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes am Samstagabend bei seinem Konzert in der Katholischen Stadtpfarrkirche. Die wohklingenden Rufe an Gott werden beim Adressaten ohne Zweifel angekommen sein. Gefangen und berührt waren aber vor allem die Zeugen des Lobgesangs in der Kirche. 


Der Auftritt des Jugendchors in Vohenstrauß auf Einladung der Volkshochschule Vohenstrauß muss in vielerlei Hinsicht als herausragend bezeichnet werden. Die jungen Sänger demonstrierten voller Hingabe, was es heißt, wichtiger Teil einer funktionierenden Chorgemeinschaft zu sein. Lupenreine Akkorde, zielsichere Lautstärken- und Tempowechsel und eine strahlende Klangfarbe sind nämlich nur möglich, wenn sich der Einzelne voll und ganz in den Dienst der gemeinsamen Sache stellt.

Große Konzentration
Den Blick immer fest auf den Dirigenten Karl-Heinz Malzer gerichtet, interpretierten die Vokalisten selbst anspruchvolle Passagen mit großer Konzentration und Souveränität.

Die Betonung liegt auf Interpretation: Ausdruck und schöner Klang machen das Werk noch nicht perfekt. Text und Musik miteinander in Einklang zu bringen, das ist die große Kunst. Hier trennt sich auch im Bereich der Chormusik die Spreu vom Weizen.

In dem Spiritual "All my trials" von Norman Luboff heißt es (übersetzt): "Alle meine Qualen, Herr, werden bald vorüber sein." Die ganze Tragik und Zuversicht, die das Stück ausstrahlt, sind nicht leicht zu vermitteln. Mit guter Technik allein ist die Aufgabe nicht zu erfüllen. Das Publikum hielt jedoch den Atem an, als die jungen Sänger vom Sterben und der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod erzählten. Die Geschichte war fast greifbar.

Dieses Lied war gleichzeitig das Glanzstück in dem mehrere Musikepochen umfassenden Programm. Die Gemeinschaft sang Werke von folgenden Komponisten: Max Reger, Adriano Banchieri, Guillaume Bouzignac, Johann Joseph Fux, Moritz Hauptmann, Johan August Söderman, Jester Hairston Jozsef Karai, Edward Boatner und Franz Biebl.

Erfahrener Mann
Neben den sehr guten Einzelstimmen sind zwei weitere Aspekte erwähnenswert. Die Stimmgruppen sind sich qualitativ und quantitativ ebenbürtig, Bass und Tenor sind nicht - wie heutzutage üblich - nur sporadisch besetzt. Und was noch wichtiger ist: mit Karl-Heinz Malzer hat der Jugendchor einen erfahrenen Mann auf dem Dirigentenpult. Er reagiert blitzschnell, lenkt die Stimmen, bremst und fordert seine Leute zur rechten Zeit.

Organist Tobias Kerscher demonstrierte sein Können mit Werken von Sebastian Anton Scherer, Valentin Rathgeber, Joseph Haydn und Aivars Kalejs.

Der Konzertabend war mehr nur als eine vortreffliche Präsentation der Arbeitsergebnisse von Probenwochenenden der jugendlichen Sänger. Es handelte sich vielmehr um ein leidenschaftliches Plädoyer für die Chormusik.


Der Neue Tag, 31. Oktober 2007

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

Klang aus dem unbändigen Willen

 

Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes feiert 25-jähriges Bestehen
Karl Heinz Malzer die Seele
 
Pleystein. (tu) 25 Jahre ist es her: Im Januar 1981 trafen sich die Jugendreferenten des Fränkischen Sängerbundes, Karl-Heinz und Renate Malzer aus Altenstadt/WN, sowie Jugendliche verschiedenen Alters zur ersten Sing- und Musizierwoche in der Musikakademie Hammelburg. Die Teilnehmer aus den drei fränkischen Regierungsbezirken und aus der Oberpfalz erlebten eine intensive Woche im Geist der musikalischen Erziehung. 
Diese Tage hinterließen bei den Beteiligten einen so positiven Eindruck, dass sich aus dieser ersten Singwoche der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes entwickelte. So wuchs die Zahl der Mitglieder auf bis über 100 Akteure, wobei sich eine feste Stammgröße von etwa 70 Sängern etablierte.

Konzert der Spitzenklasse:
Am Samstag feierte die Chorgemeinschaft in Pleystein, dem Geburtsort von Malzer, mit einem Kirchenkonzert der Spitzenklasse und mit einem Ehrenabend ihr 25-jähriges Bestehen. Bürgermeister Johann Walbrunn begrüßte im Zottbachhaus rund 90 Mitglieder des Jugendchores, darunter fünf Pleysteiner und ein Waldthurner, "Mixtura Cantorum", das Ehepaar Malzer, einige Eltern sowie auch Spitzenfunktionäre des Fränkischen Sängerbundes.

Er würdigte die vorbildlichen Leistungen, die sich Malzer seit der Gründung erworben hat. "Wir haben soeben in unserer Pfarrkirche eine Sternstunde des Gesangs und der Musik sowie einen kulturellen Kunstgenuss erlebt."

Walbrunn überreichte an Malzer einen Bierkrug und eine Festschrift, an Gattin Renate als nachträgliches Geburtstagsgeschenk eine Rose und den Pleysteiner Bildband. Peter Jacobi aus Coburg, Präsident des Fränkischen Sängerbundes, betonte, dass sich der Jugendchor als überregionales Ensemble weit über die Grenzen der Oberpfalz und Frankens hinaus einen Namen gemacht und beachtenswerte Erfolge erzielen konnte.

"Gründer, Mentor und Seele dieses Jubelchores ist zweifelsohne sein Chef, unser Bundeschorleiter Karl-Heinz Malzer. Er hat es verstanden, die jungen Damen und Herren zu einem Klangkörper zu formen." Hier würden Leistungsstreben mit kameradschaftlichem Umgang gepaart, schöpferische Kräfte freigesetzt und Charakterbildung betrieben, Disziplin und emotionaler Überschwang in Harmonie zueinander gebracht, "kurzum: vollkommener Chorklang aus dem unbändigen Willen erzeugt".

Das sei das Werk von Karl-Heinz Malzer, der zusammen mit seiner Gattin und mit seinem Assistenten Christian Preißler auf diese Weise einen Chor von seltener Homogenität und Singkunst geschaffen habe.

Fester Bestandteil:
Höhepunkt war die Verabschiedung von Renate Malzer als Sängerin und Betreuerin. Sie war seit 25 Jahren fester Bestandteil des Chores und hat die Gründung zusammen mit ihrem Mann maßgeblich in die Wege geleitet. "Mit vollem Einsatz haben Sie seitdem den Chor als Aktive und als Mitorganisatorin mitgetragen und begleitet. In hektischen Proben waren Sie stets der ruhende Pol," so eine Sprecherin des Jugendchores.

Karl-Heinz Malzer ließ die Höhepunkte seit der Gründung im Abriss Revue passieren. "Viele aus unseren Reihen sind inzwischen Opernsänger, Kirchen- und Schulmusiker, Lehrer aller Sparten, Mediziner, Apotheker, Juristen, Beamte, Angestellte und Arbeiter geworden. Sie sind über ganz Deutschland und im Ausland verstreut und nehmen zu den Proben und Seminaren lange Anfahrtswege in Kauf. Sie nehmen oft viele Opfer auf sich, um dabei sein zu können".

Der künstlerisch verantwortliche Leiter dankte Präsident Jacobi, der Stadt Pleystein, den Chormitgliedern, den Sponsoren und den Kuchenspenderinnen aus Pleystein.


Der Neue Tag, 25. Oktober 2006
Übernommen von www.oberpfalznetz.de

Liebe zur Musik das gemeinsame Band

Jugendchor des Fränkischen Sängerbunds und "Mixtura Cantorum"
begeistern rund 350 Zuhörer in Stadtkirche

Pleystein. (tu) In den Genuss eines Konzerts der Spitzenklasse kamen am Samstag in der Pfarrkirche rund 350 begeisterte Besucher bei den Jubiläen "25 Jahre Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes" und "675 Jahre Stadterhebung Pleystein". Insgesamt 90 junge Vokalisten präsentierten eineinhalb Stunden unter der Stabführung von Karl-Heinz Malzer und seines Assistenten Christian Preißler ein Programm mit hohem Niveau.

Klare Stimmen:
Das gemeinsame Band, das die jungen Sänger aus Franken und der Oberpfalz fesselt, ist die Liebe zur Musik. Dies war schon beim argentinischen Einzugslied "Santo, Santo" deutlich zu spüren. Die 50 Aktiven des Jugendchors ließen eine stilistisch überaus vielseitige, vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichende Programmfolge erklingen. Die klaren Stimmen brachten andachtsvoll "Cantate Domino" von Vytautas Miskinis und flott den Satz "Poor man Lazarus" von Jester Hairstone zu Gehör.

Die sensibel geformten Melodie- und meisterlich weit geschwungenen Spannungsbögen kamen auch beim melancholisch-verträumten "Deep River" von Harry Thacker Burleigh und beim "Ride on King Jesus" von Edward Boatner zum Ausdruck. Im Anschluss ertönte "Toccata in G" von Theodore Dubois, hervorragend gespielt von Organist Tobias Kerscher.

Den zweiten Part gestaltete die Chorgemeinschaft "Mixtura Cantorum", die sich aus 40 ehemaligen Mitgliedern des Jugendchors zusammensetzt. Schon der fulminante Auftakt mit "Musica grata Deo" von Jakob Handl unterstrich den hohen Leistungsstand dieses Vokalensembles.

Nach dem getragenen Psalm 13, Vers 3 "Schaue doch" von Friedrich Kiel erklang facettenreich "Praise ye the Lord in Heaven" von Anton Stepanovich Arensky sowie "Laudate pueri Dominum" von Jozef Swider. Kerscher ließ die Komposition "Sortie" von Louis-James-Alfred Lefebure-Wely an der Orgel machtvoll erschallen.

Im dritten Abschnitt traten die beiden Chöre gemeinsam auf - eine weitere qualitative Steigerung des ohnehin schon fast perfekten Niveaus. Der 90-köpfige Klangkörper intonierte "Preis, Dank, Lob und Herrlichkeit" von Jakob Handl, während beim "Herr, wenn ich nur Dich habe" von Heinrich Schütz der Dank an Gott im Mittelpunkt stand.

Auffordernd klang "Singet dem Herrn ein neues Lied" von Johann Pachelbel. Recht beschwingt boten die Akteure mit lockerer Tongebung, fein differenzierter Dynamik und ausgefeiltem Chorklang im krönenden Finale mit "Gloria et Honore" von Franz-Xaver Witt und "I hear a voice a-praying" von Houston Bright.

Wertvolle Literatur:
Von Anfang bis Ende vermittelten die jungen Leute im Gotteshaus den Eindruck, dass Singen eine Zukunft hat, wenn hoch motivierte, leistungsfähige und lernwillige Sänger von qualifizierten Dirigenten an wertvolle Literatur herangeführt werden.

Dass Malzer und Preißler zu jenen Chorleitern gehören, die nichts dem Zufall überlassen, zeigte sich einmal mehr bei diesem Gastspiel. Präzises gesangstechnisches Handwerk, stabile Intonation, vorbildliche Diktion und detaillierte Absprachen zur Interpretation, alles Ziele einer intensiven Probenarbeit, wurden konsequent umgesetzt. Nach minutenlangem Applaus folgte noch eine Zugabe.


Der Neue Tag, 24. Oktober 2006

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

Auch schwierige Werke in reiner Intonation

Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes setzt bei Konzert in Schirmitz Maßstäbe - Zwei Dirigenten

Um die Qualität des Chores erkennen zu lassen, sangen die Choristen bereits im Abendgottesdienst das Sanctus und Benedictus sowie zur Kommunion das "Ave verum" nach Charles Gounod. 

In der Chorführung wechselte sich Bundeschorleiter Karl-Heinz Malzer mit Christian Preißler ab. Letzterer hat sich als Dirigent schon beim Deutschen Chorwettbewerb einen Namen gemacht.

Das Konzert war sehr abwechslungsreich konzipiert. Vom Frühbarock bis zur Moderne waren Chorsätze ausgewählt worden. Es sei Ziel dieser Chorarbeit mit der musikbegeisterten Jugend, die Qualität der Stimme und damit des Singens zu entwickeln und zusätzlich im Chor Intonation, rhythmische Genauigkeit, Textgestaltung, Klangqualität und Interpretation zu steigern, so Malzer.

Den wunderbaren "Halleluja-Rufen" und polyphonen Textteilen des Guillaume Bouzignac folgte das rhythmisch schwingende "Angelis suis" des Barockmeisters Johann Joseph Fux. Malzer achtet darauf, auch instrumental Farbe zu versprühen. Kompositionen mit Orgel und Klarinette erklangen, die bei Tobias Kerscher mit feiner Registrierung in der "Aria ex A" und "Aria ex C" von Valentin Rathgeber und im "Trio" von Johann Ludwig Krebs sowie einer Komposition von Arvo Pärt in den besten Händen waren.

Eindrucksvoll erklang auch das "Herr, ich schrei zu dir" des Thomaskantors Moritz Hauptmann. Der Chor vermittelte das Werk von geradezu suggestiver Ausstrahlung mit gestalterischer Kraft. Malzer ist mit seinen beiden Chören aber auch in der Literatur des 20. Jahrhunderts zu Hause, wenn es gilt, harmonisch und melodisch enorm schwierige Werke ohne erkennbare Anstrengung mit wunderbarer Intonationsreinheit zu meistern.

Zu hören waren Werke von lebenden Komponisten wie Petr Eben Vytautas Miskinis und von Jester Hairstone, Harry Thaker Burleigh und Josef Karais "I Want To Go To Heaven", ein Hörvergnügen mit völlig verschiedenen Spiritualsätzen.

Was sehr angenehm auffiel: Die jungen Sänger zeigten eine starke Konzentration, die auf kleinste Gesten der beiden Dirigenten reagierten. Bemerkenswert war die abwechslungsreiche Interpretation der Texte in ihrer musikalischen Aussage mit Wirkung beim Publikum sowie der dichte und trotzdem sehr durchsichtige Klang mit leuchtendem Sopran, einem gepflegten Alt und klar zeichnenden Männerstimmen sowohl in kraftvoller Lautstärke als auch im kaum hörbaren, aber noch klingenden Pianissimo.


Der Neue Tag, 19. September 2006

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

Die Vielfalt der geistlichen Musik 

 "Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes" beeindruckt Publikum in neuer Pfarrkirche Altenstadt

Altenstadt/WN. (tos) Die rund 50 Vokalisten mit Bundeschorleiter Karl-Heinz Malzer hatten nicht zuviel versprochen. Denn beim Kirchenkonzert am Samstag in der neuen Pfarrkirche kam der "Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes" seiner Ankündigung die "ganze Vielfalt der geistlichen Musik" darzubieten, eindrucksvoll nach.  

Klassische Kirchenwerke aus dem 16. Jahrhundert wie "Jubilate deo" wechselten mit gospelartigen "A capella"-Stücken um die Wende des letzten Jahrhunderts und zeitgenössischen Werken eines Vytautas Miskinis ("Cantate Domino") ab. Auch was die Qualität des Vortrags anging, boten die 14- bis 28-jährigen Chorsänger in der angenehmen Akustik der Kirche ein besonderes Konzert. Vor allem die etwas reiferen Männerstimmen überzeugten. Neben ihren stimmlichen Qualitäten legten Malzers Schützlinge eine Feinabstimmung an den Tag, die man bei vielen anderen Chören schmerzlich vermisst und die bei Tempowechseln und kanonartigen Passagen deutlich wurden. 

Andenken an die Mutter

Und das obwohl sie ihr Repertoire in nur wenigen Probewochenenden einstudiert hatten. Aufgelockert wurde der mehrsprachige Streifzug durch die sakrale und weltliche Chormusik sämtlicher Epochen, der dem Andenken an Malzers kürzlich verstorbene Mutter gewidmet war, mit Instrumentalstücken des starken Organisten Tobias Kerscher. Mit seinen Interpretationen von Dubois' wunderbarer "Toccata in G", die auch durch den ungewöhnlichen Schluss auffiel, und dem schwermütigen und bewegenden Orgelstück "Pari Intervallo" vor Arvo Pärt, sorgte Kerscher für die Höhepunkte des Nachmittags. 

Neben Kerscher, der im Duett mit Klarinettist Michael Kopp auch Jean-Baptiste Lullys "Allegretto" interpretierte, gefiel die Gesangssolistin Eva Portner, deren Part in "Come and go" von Franz Biebl voll überzeugte. "Wir wollen den Leuten qualitativ hochwertigen Chorgesang näher bringen", beschrieb Chorgründer Karl-Heinz Malzer den Beweggrund für die vermehrten Auftritte des Chores im Landkreis. 

Raumfüllender Gesang

Das überregionale Musikensemble, das bayernweit konzertiert, besteht zu 75 Prozent aus Oberpfälzern und nur noch zu einem Viertel aus den namensgebenden fränkischen Sängern. Mit "All my trials" rundeten die jungen Sänger ihren Vortrag ab, ehe sie zum Abschluss mit dem argentinischen "Santo, Santo" singend aus der Kirche auszogen. Mit einem raumfüllenden "Stereoklang" setzten sie von den Seitengängen aus den Schlusspunkt. 

Der Neue Tag, 15. Mai 2006

Übernommen von www.oberpfalznetz.de   

  


Perfektion das Zauberwort der jungen Sänger


Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes bietet bei Konzert Beiträge auf überdurchschnittlich hohem Niveau

 
Waldthurn. (kkh) Gläubige, die am Samstagabend die Pfarrkirche St. Sebastian verließen, konnten dies mit dem guten Gewissen tun, einen musikalischen Höhepunkt erlebt zu haben. Denn was der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes unter Leitung von Bundeschorleiter Karl-Heinz Malzer dem Publikum geboten hatte, war Sangeskunst auf überdurchschnittlich hohem Niveau.

Bestens einstudiert
Perfektion scheint das Zauberwort zu sein. Bestens einstudiert waren nicht nur die anspruchsvolle Chorliteratur aus unterschiedlichen Epochen, sondern auch äußerliche Details. Man spürte, dass Malzer nichts dem Zufall überlässt, obwohl jedes Jahr junge Mitglieder hinzukommen und langjährige Sänger aus Altersgründen ausscheiden.

Pfarrer Marek Baron dankte dem Chor und vor allem dem Vorsitzenden des Sängerkreises Nordoberpfalz, Herbert Kick, der dieses Konzert ermöglicht und organisiert hatte.

Schon beim Einzugslied "Santo, Santo" aus Argentinien zeigte sich der junge Chor von seiner besten Seite, was in den folgenden Liedern "Confitemini Deo" von Adriano Banchieri, "Jubilate Deo" von Guillaume Bouzignac, "In den Armen dein" von Melchior Franck und "Angelis suis" von Johann Nepomuk Fux eindrucksvoll bestätigt wurde.

Danach brachte Tobias Kerscher gewohnt sicher und einwandfrei auf der Orgel die "Aria ex A" und "Aria ex C". Im zweiten Block sang der Chor "Herr, ich schrei' zu dir" von Moritz Hauptmann, das "Ave verum" von Charles Gounod, "Benedictus" von August Johann Södermann und "Maria, Himmelsfreud" des Oberpfälzer Komponisten Max Reger.

Michael Kopp mit der Klarinette und Tobias Kerscher an der Orgel spielten technisch souverän gemeinsam das "Allegretto" von Jean-Baptiste Lully nach einer Bearbeitung von Arthur H. Christmann.

Für den dritten und vierten Block hatte Malzer Werke jüngerer Komponisten ausgewählt, die alle in englischer Sprache interpretiert wurden. Zu den mit Begeisterung vorgetragenen Sätzen gehörten "Deep river" von Harry Thacker Burleigh, "I can tell the world" von Jester Hairston und "I want to go to heaven" von József Karai.

Liebe zur Musik
Bei den folgenden modernen Sätzen spürte man das gemeinsame Band, das alle fesselt, die Liebe zur Musik. Rhythmisch, locker und leicht wurden "Home on that rock" von Kirby Shaw, "Ride on King Jesus" von Edward Boatner, "Elijah Rock" von Jester Hairston und "All my trials" von Norman Luboff vorgetragen.

Bevor der Chor wieder mit dem "Santo, Santo" auszog, dankte Kick dem Chor für das Konzert. Der Deutsche Chorverband hatte den 29. Oktober zum "Tag der jungen Stimmen" unter das Motto "Singen bewegt" gestellt.

Der Vorsitzende hoffte auch, dass möglichst alle Sänger des Jugendchores bei ihren Heimatchören mitsingen und damit wieder Bewegung in die einzelnen Formationen kommt. Sein Wunsch war es außerdem, dass aus diesem Ensemble der eine oder andere Chorleiter hervorgeht. Besonderen Dank sagte er allen Sponsoren, die dieses Engagement unterstützten.

Nach langem Beifall kamen die jungen Sänger um eine Zugabe nicht herum. Der Pleysteiner Bürgermeister Hans Walbrunn war von dem Chor so begeistert, dass er ihn spontan für das Stadtjubiläum im kommenden Jahr verpflichtete.


Der Neue Tag, 03. November 2005

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

Fesselnde Spannung bis zur letzten Note

Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes mit glänzendem Auftritt
beim Kirchenjubiläum in Pleystein

Pleystein. (tu) In den Genuss eines Kirchenkonzerts der Spitzenklasse kamen am Samstag in der Pfarrkirche rund 200 begeisterte Besucher zum Auftakt des Jubiläums "100 Jahre Stadtpfarrkirche St. Sigismund". Der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes präsentierte eineinhalb Stunden lang unter der abwechselnden Stabführung von Chorleiter Karl-Heinz Malzer und seines Assistenten Christian Preißler ein Programm von sakaraler Musik mit hohem Niveau.

Die Chorwerke und Instrumentalkompositionen, die zu Gehör kamen, waren Arbeitsergebnisse verschiedener Probenwochenenden. Das gemeinsame Band, das die jungen Sänger aus Franken und der Oberpfalz (darunter die vier Pleysteiner Holger Scheufler, Stefan Landgraf, Andreas Zehent und Johannes Walbrunn) fesselt, ist die Liebe zur Musik. Dies war schon beim argentinischen Einzugslied "Santo, Santo" nachhaltig zu spüren. A Cappella ließen die 40 Aktiven im Alter von 14 bis 28 Jahren eine stilistisch überaus vielseitige, vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichende Programmfolge erklingen.

Die klaren Stimmen brachten im ersten Block "Confitemini Deo" von Adriano Banchiere und "Jubilate Deo" von Guillaume Bouzignac zu Gehör. Die sensibel geformten Melodie- und Spannungsbögen kamen auch beim "Angelis suis" von Johann Nepomuk Fux zum Tragen. Im Anschluss ertönte von der Chorempore auf der Orgel "Aria ex A und Aria ex C", hervorragend interpretiert von Tobias Kerscher.

Den zweiten Teil begann die Chorgemeinschaft mit dem Psalm "Herr, ich schrei zu dir" von Moritz Hauptmann. Nach "Ave verum" von Charles Gounod erklang "Maria, Himmelsfreud'" von Max Reger, ehe Kerscher auf der Orgel das "Trio" von Johann Ludwig Krebs und "Trivium I, II, III" spielte. Eindringlich sang der Chor "Cantate Domino" von Vytautas Miskinis, und ins Moderne wechselte der Klangkörper mit dem Satz von Jester Hairston "I can tell the World" über.

Ruhe ausgestrahlt wurde bei "Deep River" von Henry Thacker Burleigh, während bei "I want to go to Heaven" von Jozsef Karai der Swing dominierte. Recht beschwingt gestaltete sich auch der vierte Block mit "Home on that rock" von Kirby Shaw, "Elijah Rock" von Jester Hairston, "All my trials" von Norman Luboff und "Ride On King Jesus" von Edward Boatner.

Mit dem Lied "Verleih uns Frieden gnädiglich" von Heinrich Schütz zog der Chor nochmals alle Register. Vom Anfang bis zum Schluss vermittelten die jugendlichen Akteure den Eindruck, dass das Singen eine Zukunft hat, wenn hoch motivierte Sänger von qualifizierten Dirigenten an wertvolle Literatur herangeführt werden.

Dass Karl-Heinz Malzer und Christian Preißler zu jenen Chorleitern gehören, die nichts dem Zufall überlassen, zeigte sich einmal mehr bei diesem Gastspiel. Präzises gesangstechnisches Handwerk, stabile Intonation und detaillierte Absprachen zur Interpretation, alles Ziele einer intensiven Probenarbeit, wurden konsequent umgesetzt.

Nach minutenlangem Applaus folgte noch eine Zugabe. Die fröhliche, singende und begeisterungsfähige Gemeinschaft junger Menschen ließ mit diesem großartigen Kirchenkonzert das Schlagwort "Viva la Musica" in einem lebendigen, strahlenden Licht erscheinen.


Der Neue Tag, 12. Juli 2005

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

A-cappella-Stimmen ein Hochgenuss

Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes begeistert in der Grafenwöhrer Friedenskirche

Grafenwöhr. (rgr) Das gemeinsame Band, das alle fesselt, ist die Liebe zur Musik. Und genau die war deutlich zu spüren. "Santo, Santo", das Einzugslied aus Argentinien war absolut traumhaft, so dass sich bei den Zuhörern wahres Gänsehaut-Feeling einstellte.


Der Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes bot am Samstagabend in der Friedenskirche einen musikalischen Genuss auf hohem Niveau. Das Ergebnis des gemeinsamen Probenwochenendes konnte sich sehen und vor allem hören lassen. Jugendliche aus der nördlichen Oberpfalz , aus Unter-, Mittel- und Oberfranken bildenten einen großen Gemeinschaftschor. Die wunderschönen klaren Stimmen waren bestens aufeinander eingestellt.

Das Kirchenkonzert bot stilistisch eine höchst vielseitige, vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart reichende Programmfolge. Dabei saß das "Jubilate Deo" von Guillaume Bouzignac genauso, wie der Psalm aus "Herr, ich schrei zu Dir" von Moritz Hauptmann. Unter der präzisen Leitung von Karl-Heinz Malzer und Christian Preißler beeindruckte der Jugendchor durch sorgsam differenziertes Singen, sensibel geformte Melodie- und weit geschwungene Spannungsbögen.

Reine Stimmen
Bei der Umsetzung der Spirituals agierten die Jugendlichen äußerst abwechslungsreich. "Deep River" strahlte Ruhe aus, die einfach nur als schön empfunden wurde. "I want to go to heaven" swingt dagegen richtig. Die Freude auf das Leben im Jenseits wird deutlich. Nur bei einem einzigen a capella-Gesang - "Home On That Rock" von Kirby Shaw - bedient sich der Chor einer "Begleitmusik" in Form von schnippenden Fingern. Ansonsten würden Musikinstrumente den wunderschönen Gesang nur stören . . .

"1981 wurde der Jugendchor mit etwa 40 Mitgliedern in Hammelburg bei einer Sing- und Musikwoche gegründet", erzählt Renate Malzer, Karl-Heinz Malzers Ehefrau und Mitsängerin nach dem Konzert. Im Laufe der Jahre wuchs der Chor auf 100 Sängerinnen und Sänger an. Viele der Jugendlichen passten altersbedingt nicht mehr in den Jugendchor; also entstand neben diesem noch ein zweiter Chor namens "Mixtura Cantorum", was wörtlich übersetzt "Sängermischung" heißt.

Zwei Genies als Dirigenten
Die A-cappella-Gesänge des Jugendchors wechselten sich ab mit Orgelstücken von Valentin Rathgeber, Johann Ludwig Krebs und Arvo Pärt, meisterhaft von Tobias Kerscher intoniert. Zu einem sehr guten Chor gehören ausgezeichnete Chorleiter. Der Jugendchor des "Fränkischen Sängerbundes" besitzt momentan zwei solcher Genies. Christian Preißler ist dabei in die Fußstapfen von Karl-Heinz Malzer getreten. Der 33-jährige Preißler ist Berufschorleiter, Stimmbildner und Gesangspädagoge. Von 1993 bis 1997 studierte er an der Fachakademie (heute Hochschule) für katholische Kirchenmusik und Musikerziehung in Regensburg und von 1998 bis 2000 an der Musikhochschule Würzburg den Studiengang Dirigieren/Chorleitung bei Professor Jörg Straube, wo er seine Ausbildung mit dem künstlerischen Diplom beendete.

Außer dem begeisterten Publikum war auch Grafenwöhrs zweiter Bürgermeister Gerald Morgenstern voll des Lobes über die großartige Leistung der Sänger, Chorleiter und des Orgelspielers. Ganz im Sinne der Chormitglieder zitierte er den Philosophen Friedrich Nietzsche: "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum."

Die Liebe zur Musik bewiesen die Akteure des Abends auch bei der anschließenden geselligen Runde im Jugendheim. Nach einem ausgedehnten perfekt gesungenen Trinkspruch war ausreichend Gelegenheit, die strapazierten Stimmen zu ölen . . .


Der Neue Tag, 31. Mai 2005

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

Geburtstagskonzert für Peter Jacobi

 Abwechslungsreiches Fest des A-cappella-Gesangs

 
Was zunächst wie eine "Pflichtübung" aussah, das "Geburtstagskonzert" zum 60. von Peter Jacobi, wurde zu einem eindrucksvollen und großartigen Erlebnis, das die vielen Besucher am Sonntagvormittag in der Coburger St.-Moriz-Kirche in ihren Bann zwang. Sie waren aus ganz Bayern gekommen, galt es doch, einen Mann zu ehren, der sich um das Musikleben in Bayern verdient gemacht hat.
Der Fränkische Sängerbund (FSB) hatte zwei "symbolträchtige" Mitgliedschöre als Repräsentanten nach Coburg geschickt: seinen "Jugendchor" und dessen Folgechor, in dem ehemalige Jugendchorsänger das Begonnene fortsetzten. Er hat sich den etwas hochgestochenen Namen "Mixtura Cantorum" gegeben, was - wörtlich übersetzt - lediglich "Sängermischung" heißt.
Karl-Heinz Malzer, seit 1993 Bundes-Chorleiter im FSB, hat vor fast vier Jahrzehnten den Jugendchor gegründet. Er ist heute noch dessen Leiter. Mit Christian Preißler (für den Jugendchor) und Achim Lauter (für die Mixtura Cantorum) hat er jedoch zwei hochqualifizierte und sensible Mitarbeiter an der Seite.
Für Coburg hatte er ein Programm mit geistlicher Chormusik aus Europa und den USA zusammengestellt, das nahezu fünf Jahrhunderte repräsentierte. Der Jugendchor begann mit der Motette "Jubilate Deo" von Guillaume Bouzignac. Auf dieses Rennaisancewerk ließ er mit "Herr, ich schrei zu dir" einen romantischen Satz von Moritz Hauptmann folgen. Ein sehr fein empfundenes "Benedictus" des Schweden August Johann Södermann schloss sich an.
Trotz seines jungen Alters (geb. 1954) spricht der litauische Komponist Vytautas Miskinis in seiner dreiteilig angelegten Motette "Cantate Domino" eine recht konservative und sehr wirkungsvolle Sprache.
Mit dem recht beschwingten "I can tell the world" von Jester Hairstone (USA) beschloss der mit rund 40 Stimmen besetzte Jugendchor seinen Auftritt, in dem er mit lockerer Tongebung, fein differenzierter Dynamik, sorgfältiger Artikulation und ausgewogenem Chorklang eine vorzügliche Visitenkarte abgab.
Herzerfrischend fröhlich musizierte Tobias Kerscher auf der Orgel zwei "Schlagarien" von Valentin Rathgeber. Mit "Wie bist du doch schön" von Edvard Grieg entfaltete die "Mixtura Cantorum" einen romantischen Klangzauber, der den Wohlklang der Grieg'schen Tonsprache bis an die dynamischen Grenzen ausschöpfte.
Romantische Aufschwünge kennzeichneten die Motette "Dextera Domini" des Ungarn Fernec Kersch, ehe mit feinem beseeltem Ausdruck "Ubi caritas et amor" von Maurice Duruflé erklang. In "Lord, God of Israel" ließ der Norweger Knut Nystedt die Herkunft aus dem 20. Jahrhundert spüren.
Progressive Aufführungstechniken demonstrierte "Mixtura Cantorum" bei "O salutaris hostia" von Vytautas Miskinis, indem sich die Frauenstimmen den Männern zuwandten und den gegensätzlichen Text zum Dialog ausbauten. "Annum per annum" ("Jahr für Jahr") hat der estnische Komponist Arvo Pärt seine Orgelfantasie genannt, die verschlüsselt die Ordinariumstexte des Messformulars zitiert. Die Fantasie beginnt mit leisen, hohen Stimmen, steigert sich zu einem hymnischen Höhepunkt und kehrt zur klanglichen Durchsichtigkeit zurück.
Am Ende vereinigten sich beide Chöre, die nun zunächst Werke für 8-stimmigen Doppelchor auf ihr Programm gesetzt hatten: "Herr, wenn ich dich nur habe" von Heinrich Schütz und "Singet dem Herrn ein neues Lied" von Johann Pachelbel. Die beabsichtigte "Stereo-Wirkung" kam durch die getrennte Aufstellung gut zum Tragen.
"An Alleluja Super-Round" von William Albright (USA) war ein chorischer Dauerton meditativen Charakters mit gegenläufiger Prozession ("Round"); ein Modus. Aufmöbelnd dagegen "I hear a voice a-praying" von Houston Bright. Am Ende gab es "Wohlklang pur" mit Franz Biebls "Ave Maria - Angelus Domini" das Gebet, das als "Der Engel des Herrn" bzw. "Angelus" geläufig ist. Biebl hat es als Chor-Duett zwischen dem Erzengel Gabriel und Maria gestaltet. Es ist ein von schlichter Frömmigkeit getragenes Werk.
Der Beifall für das Konzert, das zu einem wahren Fest des A-cappella-Gesangs wurde, war gewaltig und eine Zugabe nicht zu umgehen. Der BR hat das Konzert aufgezeichnet.

von Rudolf Potyra; "Neue Presse" Coburg, 01. Februar 2005


Coburger Chorkonzert

Die Matinee geriet zur bemerkenswerten Demonstration anspruchsvollen Chorgesangs. Als Geburtstagskonzert für Peter Jacobi, den Präsidenten des Fränkischen Sängerbundes, präsentierten der Jugendchor des FSB und der Kammerchor „Mixtura Cantorum“ am Sonntag eine stilistisch höchst vielseitige, vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart reichende Programmfolge in der Coburger Morizkirche.

Dabei bewies der Jugendchor des FSB gleich zum Auftakt, dass Chorgesang – allen Klagen über Nachwuchsnöte des organisierten Sangeswesens zum Trotz – sehr wohl Zukunft haben kann, vor allem dann, wenn schwierige Aufgaben zur lohnenden musikalischen Herausforderung werden. Unter der präzis gestaltenden Leitung von Christian Preißler beeindruckte der Jugendchor durch dynamisch überaus sorgsam differenziertes Singen, sensibel geformte Melodie- und weit geschwungene Spannungsbögen. Mit stets prägnanter Textbehandlung gelang das „Jubilate Deo“ von Guillaume Bouzignac ebenso eindringlich wie das bisweilen an Mendelssohns Tonsprache erinnernde „Herr, ich schrei' zu Dir“ von Moritz Hauptmann oder der mit Pop-Rhythmen „gewürzte“ Satz „Cantate Domino“ von Vytautas Miskinis.Mit gleichermaßen diszipliniertem wie klangvollem Chorgesang beeindruckte dann „Mixtura Cantorum“.

Karl-Heinz Malzers stets präzise, unmissverständliche gestalterische Impulse wusste „sein“ Chor konzentriert, dynamisch nuanciert und mit intensiver Ausdruckskraft umzusetzen. Von Edvard Griegs „Wie bist du doch schön“ bis zu Maurice Duruflés „Ubi caritas et amor“ spannte sich der Bogen. Für souverän interpretierte instrumentale Interludien an der Schuke-Orgel der Morizkirche sorgte Tobias Kerscher zunächst mit zwei der melodisch eingängigen „Schlagarien“ von Valentin Rathgeber sowie dann mit Arvo Pärts meditativ gefärbtem, machtvoll sich steigerndem Stück „Annum per Annum“.

Bemerkenswert homogen präsentierten sich beide Chöre unter der Leitung von Karl-Heinz Malzer auch im abschließenden dritten vokalen Teil, so zum Beispiel bei zwei doppelchörigen Motetten von Heinrich Schütz („Herr, wenn ich nur dich habe“) und Johann Pachelbel („Singet dem Herrn ein neues Lied“), aber auch bei drei zeitgenössischen Werken, darunter William Albrights „Alleluia“, das mit suggestiver Wirkung als Raummusik dargeboten wurde. Der begeisterte Beifall wurde noch mit einer Zugabe belohnt.


Coburger Tageblatt, 31. Januar 2005

Übernommen von www.ct-coburg.de

Chormusik auf höchstem Niveau

Fränkischer Jugendchor und Mixtura Cantorum in Vohenstrauß

Vohenstrauß. Wer am Samstagabend die katholische Stadtpfarrkirche in Vohenstrauß verließ, konnte dies mit dem guten Gewissen tun, das musikalische Highlight der diesjährigen Nordgautage nicht verpasst zu haben. Denn was die beiden Chöre Fränkischer Jugendchor und "Mixtura cantorum" unter der bewährten Leitung von Karl-Heinz Malzer dem überaus zahlreich erschienenen Publikum boten, war Chormusik auf überdurchschnittlich hohem Niveau. 


Perfektion scheint das Zauberwort zu sein. Bestens einstudiert nicht nur die anspruchsvolle Chorliteratur, sondern auch äußerliche Details. Die Verbeugungen am Schluss, punktgenau und absolut synchron. Karl-Heinz Malzer überlässt nichts dem Zufall. Nur wenn es musikalisch erforderlich ist. Wie bei Knut Nystedts "Immortal Bach", das den Zufall zum kompositorischen Prinzip erhebt, den Choral "Komm süßer Tod" des Thomaskantors zum Ausgangspunkt für experimentelle Clusterbildungen macht.

Ein Werk, das am gleichen Ort vor zwei Tagen bereits der renommierte Konzertchor der Kirchenmusikschule Regensburg gesungen hat. Und hier zeigt sich das hohe Niveau der beiden vereinigten Malzer-Chöre: Wunderschöne Bögen und klare Linien im ergreifenden Bach-Choral, spannungsgeladene Dichte in den irisierenden, Zeit und Raum aufbrechenden Clustern, die sich langsam, aber zielstrebig in vertraute Harmonik auflösen. Eine Interpretation, die der der Regensburger in nichts nachstand, sondern in puncto Spannung und Dichte durchaus übertraf.

Aber auch sonst zeigten sich die beiden Chöre mit geistlicher Chorliteratur aus unterschiedlichen Epochen, von anfänglichen Unsicherheiten des fränkischen Jugendchores abgesehen, von ihrer besten Seite: Wunderschön aufblühende Schlussakkorde, intonantionssicher mit vortrefflich ausgeleuchteter Stimmbalance, die die bestens besetzten Männerstimmen zum Vorschein kommen lassen. Warme, samtene Bassstimmen gepaart mit strahlendem, aber nie stählernem, tenoralem Glanz.

Höhepunkt war hierbei unbestritten Franz Biebls siebenstimmiges "Ave Maria" mit Solistenchor. Romantische Chormusik auf allerhöchstem Niveau, schier endlos die Spannung haltend, die unweigerlich unter die Haut ging. Orgelmusik von Max Reger (Introduktion und Passacaglia d-moll) und Leon Boellmann (Toccata aus der "Suite Gothique"), von Klara Bäumler und Tobias Kerscher technisch souverän und stilsicher interpretiert, rundeten das Konzert, das dem verstorbenen Maler und Nordgau-Preisträger Rupert Damascenus Preißl gewidmet war, in vollendeter Weise ab.


Der Neue Tag, 15. Juni 2004

Übernommen von www.oberpfalznetz.de

 

 

 

 

 

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